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Research in Experimental Medicine

, Volume 95, Issue 1, pp 589–599 | Cite as

Beiträge zur Biologie des tuberkulösen Gewebes

  • R. v. Engel
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Es konnte einwandfrei bewiesen werden, daß das tuberkulöse Gewebe sich den reticuloendotheliotropen Stoffen gegenüber ähnlich verhält, wie die Uferzellen dieses Systems, und so ist also die Möglichkeit gegeben, daß es im intermediären Stoffwechsel des Organismus dieselbe Rolle spielt, wie das reticuloendotheliale System. Die seitWitt, Wells undCooper allgemein angenommene Ansicht, daß der keine Capillaren enthaltende, schlecht durchblutete Tuberkel nur krystalloide, also echte Lösungen in sich aufnehmen kann, ist folglich unhaltbar. Das tuberkulöse Gewebe nimmt elektronegative Kolloide, wie Tusche, vitale Farbstoffe, Metallhydrosole, Silbersalvarsan in sich auf, ohne daß hierdurch der Verlauf der Infektion beeinflußt wäre.

     
  2. 2.

    Das zur Hepatolienographie empfohlene kolloidale Thoriumdioxyd, das Thorotrast, verhält sich dem tuberkulösen Gewebe gegen-über morphologisch ähnlich wie im allgemeinen die elektronegativen Kolloide. Biologisch hingegen schwächt, es die Widerstandsfähigkeit des Organismus in Großem Maße, wodurch der tuberkulotische Vorgang schwerer wird.

     
  3. 3.

    Die Ergebnisse unserer Untersuchungen sprechen also in Über-einstimmung mit den bereits von anderen betonten Einwänden gegen die Hepatolienographie. Unsere Untersuchungen haben jedoch auf eine vom theoretischen Standpunkte aus sehr bedeutende Wirkung des Thorotrasts hingewiesen, und lassen uns hoffen, daß mit diesem Mittel und der von uns ausgearbeiteten Methode noch eine, Reihe ungelöster Fragen bezüglich des reticuloendothelialen Systems zu beantworten sein werden, insbesondere was seine abwehrende Funktion bei Infektionen betrifft.

     

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Copyright information

© Verlag Von Julius Springer 1935

Authors and Affiliations

  • R. v. Engel
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik der kgl. Franz Josef-Universität in SzegedUngarn

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