Research in Experimental Medicine

, Volume 94, Issue 1, pp 405–416 | Cite as

Experimentelle Untersuchungen über hormonale Ulcuserzeugung

II. Die akute erosive Suprareningastritis und ihre Pathogenese
  • Hans Hanke
Article

Zusammenfassung

Auch durch hohe parenterale Suprareningaben lassen sich, ähnlich wie durch Insulin, akuteerosive Veränderungen der Magenschleimhaut bei der Katze erzielen (bei über der Hälfte der Tiere). Die Veränderungen waren im Fundus und Isthmus zu beobachten. Der Bau und das Aussehen der Erosionen warenim Wesen dieselben wie bei der Insulingastritis: d. h. Ausdehnung der Herde in die Breite, sukzessives Abnehmen des Grades der Schädigung vom Lumen nach der Schleimhautbasis zu.

Die Pathogenese dieser akuten erosiven Suprareningastritis ist ebenso wie beim Insulin eine primär peptische: die Erosionen werden durch Weckung sauren, verdauungskräftigen Magensaftes und die Einwirkung desselben auf die Magenschleimhaut erzielt. Da Suprarenin auf die Sekretion des Magens schwächer einwirkt als Insulin, sind auch Häufigkeit und Intensität der Erosionen bei Suprarenin geringer und schwächer als bei Insulin.

Eine toxische Entstehungsweise war abzulehnen, ebenfalls eine vasculäre, spasmogene, wie sie wahrscheinlich den durch Adrenalinenspritzung unmittelbar in die Magenwand erzielten Magenschleimhautläsionen früherer Untersucher zugrunde liegt.

Insulin als das Hormon des Parasympathicus wie Suprarenin als das des Sympathicus können alsowesensgleiche Magenschleimhautveränderungen bewirken,ein experimenteller Beweis für die Bedeutung des Vagotonus und Sympathicotonus, überhaupt die von Störungen des vegetativen und endokrinen Gleichgewichtes im Organismus bei der unmittelbaren Genese peptischer Läsionen. Sie sind “vegetativ peptisch” bedingt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • Hans Hanke
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg i. Br.Freiburg i. Br.Deutschland

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