Research in Experimental Medicine

, Volume 94, Issue 1, pp 252–258 | Cite as

Wasserausscheidung durch die Atmung

III. Mitteilung. Die renale und extrarenale Wasserausscheidung beim Gesunden
  • A. v. Czike
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Zusammenfassung

Bei den vorliegenden Untersuchungen wurde zur Vermeidung von Fehlerquellen besonderes Gewicht darauf gelegt, daß sie ständig unter gleichen Verhältnissen durchgeführt wurden (gleiche physikalische Faktoren, Bettruhe, Kleidung und Bettzeug stets von gleichem Stoff, annährend der gleiche Calorie-und Salzgehalt der Nahrung).

Renale und extrarenale Ausscheidung weisen eine bestimmte Zusammengehörigkeit auf. Beim Gesunden besteht zwischen der Tätgkeit der Ausscheidungsorgane eine gleichmäßige, gut bestimmbare Verteilung, die durch verschiedenen Faktoren beeinflußbar ist. Die renale Wasserausscheidung beträgt 40–50%, die extrarenale 50–60% der gesamten Ausscheidung; von der gesamten Ausscheidung kommt auf die Haut 30–40%, auf die Lunge 9–15%, auf den Stuhl 3–6%.

Der wirkliche Wert der Perspiration läßt sich nur durch länger ausgedehnte Beobachtungen bei ständiger Körpergewichtskontrolle bestimmen. Die Größe der Perspiration verläuft parallel der Menge der Wasseraufnahme.

Der Gesunde kann nur mittels Steigerung der Ventilation der Wasserabgabe durch die Lunge befördern. Die Anpassungsfähigkeit, die in der Tätigkeit des extrarenalen Systems gegenüber den aufgenommenen Flüssigkeitsmengen zu erkennen ist, erweist, daß die Perspiratio insensibilis an der Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichts aktiv teilnimmt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • A. v. Czike
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik der Kgl. Ung. Erzsébet-Universität zu PécsPécsUngarn

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