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Research in Experimental Medicine

, Volume 94, Issue 1, pp 105–113 | Cite as

Versuche zur Frage der Arteriellen Hypertonie nach Dauerausschaltung von pressoreceptorischen Kreislaufnerven

  • Eb. Koch
  • K. Mattonet
  • Walter Koch
Article

Zusammenfassung

Nach partieller oder totaler Dauerausschaltung der pressorezeptorischen Nerven bleibt der arterielle Blutdruck nicht dauernd auf der unmittelbar nachher erreichten Höhe, sondern sinkt im Laufe der Zeit wieder ab.

Durch eine gleich starke Narkose wird der Blutdruck an aufgespannten Kaninchen mit daueraugeschalteten Pressoreceptoren wesentlich stärker gesenkt als an Normaltieren.

Die nach Dauerausschaltung der pressoreceptorischen Nerven an Kaninchen beobachteten Herzschwielen und Aortensklerosen sind keine spezifische Folgeerscheinung, sondern spezifischen Veränderungen des Kaninchenkreislaufes, die bei Hunden und Katzen vermißt werden.

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Literaturverzeichnis

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    Die Ausschaltung der Sinusnerven geschah dadurch, daß mit Ausnahme der Externa sämtliche von der Communisteilungsstelle abgehenden Äste samt Nerven reseziert wurden. Außer den Aortennerven (Technik sieheKoch, Eb.: Die reflektorische Selbststeuerung des Kreislaufes, S. 38. Dresden 1931) war auch der Halssympathicus mit durchschnitten worden; die auf dessen Ausfall beruhenden Augenveränderungen gehen nach einigen Wochen wieder zurück.Google Scholar
  7. 2.
    Die Vergleichstiere hatten unter gleichen Versuchsbedingungen im Durchschnitt 50 Herzschläge in der Minute. Die geringe Erhöhung könnte auch darauf beruhen, daß bei dem Ausschalten der Aortennerven Herz-Vagusfasern mit ausgeschaltet worden sind.Google Scholar
  8. 3.
    Die bei dem Vergleichstiere zu II nach Ausschaltung aller pressoreceptorischen Nerven erhaltenen Werte betrugen für den Blutdruck 220 mm Hg und für die Herzschlagzahl 185 in der Minute; bei dem Vergleichstiere zu III: 190 mm Hg und 180 in der Minute. Auch die Adrenalinmaxima [vgl.Koch, Eb.: Verh. dtsch. Ges. Kreislaufforsch.6, 59 (1933)] waren bei den ausgeschalteten und nichtoperierten Tieren etwa die gleichen, sowohl für den Blutdruck als auch für die Herzschlagzahl.Google Scholar
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  10. 2.
    Die Autopsie und die histologische Bearbeitung dieser ganzen Versuchsreihe hatte Prof.Walter Koch, Berlin, übernommen, wofür ihm auch an dieser Stelle verbindlichst gedankt sei.Google Scholar
  11. 3.
    Vgl.Koch, Eb.: Die reflektorische Selbststeuerung des Kreislaufes, S. 193. Dresden 1931.Google Scholar
  12. 4.
    W. Koch hebt in den Protokollen hervor, daß die peripheren Arterien und Arteriolen, besonders in Niere, Milz und Pankreas sehr kräftig waren. Da dies aber auch an dem nichtoperierten Vergleichstiere der Fall war, muß es sich hier um eine Eigentümlichkeit des Katzenkreislaufes handeln.Google Scholar
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  17. 1.
    Dieser Befund bestätigt die auch vonE. Neter [Naunyn-Schmiedebergs Arch.174, 424 (1934)] gemachte Erfahrung, daß in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle Aortenfasern in den Vagi verlaufen.Google Scholar
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    Mies, H.: Z. Kreislaufforsch.22, 673 (1930).Google Scholar
  19. 3.
    Worauf dieser Fehlschluß beruht, geht aus der Arbeit nicht hervor, da nicht erwähnt ist, ob die angegebenen Blutdruckwerte mit oder ohne Narkose bestimmt worden sind.Google Scholar
  20. 1.
    Aus diesen Gründen können auch die großen Blutdruckhöhen, dieC. Heymans [C. r. Soc. Biol. Paris113, 176 (1933)] an nichtnarkotisierten, dauerausgeschalteten Hunden erhalten hat, nicht ohne weiteres als Ruhewerte gelten.Google Scholar
  21. 2.
    Koch, Eb.: Z. Kreislaufforsch.22, 220 (1930).Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • Eb. Koch
    • 1
    • 2
  • K. Mattonet
    • 1
    • 2
  • Walter Koch
    • 1
    • 2
  1. 1.Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie des Kerckhoff-Institutes in Bad NauheimBad NauheimDeutschland
  2. 2.Berlin

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