Studien der elektrischen Ladung und Färbbarkeit der Erythrocyten

IV. Einfluß der Ernährungsweise auf die physikalischchemischen Eigenschaften der Erythrocyten, nebst einer Bemerkung über die elektrische Ladung der Erythrocyten in Nichtelektrolytenlösungen
  • Masaji Seki
Article

Zusammenfassung

1. Die elektrische Ladung der Rattenerythrocyten und die Resistenz derselben gegen die Wasserstoffionen und die Metallsalze erfahren eine Veränderung durch die Zusammensetzung der zugeführten Nahrung. Die Beschaffenheiten der Erythrocyten verschieben sich gegen eine Richtung der Carnivoren hin bei reiner säurenbildender Fleischkost und gegen die der Herbivoren hin bei reiner basenreicher vegetarischer Kost.

2. Aber die Verschiebung der genannten physikalisch-chemischen Beschaffenheiten der Erythrocyten nimmt unter normalen Bedingungen keinen großen Umfang an. Die Beschaffenheiten der Erythrocyten der omnivoren Ratte konnten niemals denen der Carnivoren oder der Herbivoren gleich werden.

3. Den Erythrocyten können aber schr verschiedene Ladungen unter verschiedenen Versuchsbedingungen innewohnen. Werden die Erythrocyten beschädigt und zum Teil hämolysiert, kann sich ihre Ladung beträchtlich ändern. Man muß deshalb bei einem kataphoretischen Versuche diesc Umstände wohl berücksichtigen.

4. Die Stärke der Ladung der Erythrocyten in bezug auf die Tierarten ordnet sich in einer elektrolytischen Lösung in der Reihe:Ziege > Meerschweinchen > Kaninchen. In den Lösungen von Nichtleitern kehrt die Reihenfolge sich in 4–8 Min. um, und wird:Ziege < Meerschweinchen < Kaninchen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • Masaji Seki
    • 1
  1. 1.Aus dem Anatomischen Institut der Medizinischen Fakultät zu OkayamaJapan

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