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Schweizerische Zeitschrift für Hydrologie

, Volume 16, Issue 2, pp 161–247 | Cite as

Wassermilben aus dem Amazonasgebiet (Hydrachnellae, Acari)

Systematische und ökologische Untersuchungen
  • R. Braun
  • H. Sioli
  • Karl Viets
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Zusammenfassung

Erstmalig aus dem Amazonasgebiet wurden nach den SammlungenSioli undBraun die Hydrachnellae untersucht. Von den 104 festgestellten Arten bzw. Unterarten waren 64 neu für die Wissenschaft; 5 neue Genera bzw. Subgenera wurden aufgestellt. Durch 171 ausgewertete Fänge wurden 1033 Individuen ermittelt, eine im Vergleich mit anderen Sammlungen geringe Menge sowohl im ganzen gesehen, als auch die Individuen pro Fang betrachtet, als auch im Hinblick auf die hohe Zahl der neuen Formen in der kleinen Individuenmenge. Als Ursache dieser Diskrepanz werden neben extensivem Sammelverfahren chemisch-physikalische Faktoren der Gewässer vermutet. Die Amazonas-Wassermilben werden nach Biotopen-stehende und fliessende Gewässer-untersucht; dazu kommen Angaben über Frequenz, über jahreszeitliche Verteilung und das Verhältnis der Geschlechter. Der besondere Chemismus der Amazonasgewässer-die im allgemeinen niedrigen pH-Werte-, dazu die klimatisch bedingte inkonstanz mancher Faktoren scheint bei der wohl grossen Toleranz der Wassermilben diesen Faktoren gegenüber weniger direkt, vielleicht aber indirekt die Nahrungstiere und damit das zahlenmässige Auftreten der Hydrachnellae zu beeinflussen. Ein Vergleich der Wassermilben aus den bislang untersuchten tropischen Gebieten kann noch nicht zu allgemeinen Ergebnissen gelangen, weil einheitlich zutreffende Vergleichspunkte noch kaum gegeben sind.

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Literature Verzeichnis

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Copyright information

© Verlag Birkhäuser 1954

Authors and Affiliations

  • R. Braun
    • 1
  • H. Sioli
    • 2
  • Karl Viets
    • 3
  1. 1.Aarau
  2. 2.Belém
  3. 3.Bremen

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