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Über denPonndorf-Impfstoff und seine Wirkungsweise

  • Rolf Emmrich
  • Hans Jürgen Keutel
  • Albrecht Morgenstern
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Intrakutane Impfung mit einer verd\:unnten Impfstoff-L\:osung nachPonndorf ist gekennzeichnet durch ein initiales \:Odem und eine umgebende reaktive Zone, beide wurden gemessen.

    Von 20 Personen reagierten 3 negativ auf Tuberkulin, aber auch diese zeigten die charakteristischePonndorf-Reaktion.

    Hauttuberkulosen reagierten nachPonndorf B an dem Orte der tuberkulösen Erkrankung mit Impfquaddeln von abnormem Ausmaße.

    Weiter wurde untersucht der Ablauf der Reaktion arterieller und venöser Stauung, ferner nach Novocaineinwirkung.

     
  2. 2.

    Nach Alkoholf\:allung und \:Atherextraktion ergab der Impfstoff B k\:urzeren Ablauf der Reaktion, Erhitzen und Tierkohle verk\:urzten die Quaddelzeit noch weiter.

    Nach Dialyse hatte das Initialödem kaum die Hälfte der vorherigen Ausdehnung. An der Reaktion sind also niedermolekulare Stoffe beteiligt.

     
  3. 3.

    Am \:uberlebenden Meerschweinchendarm bewirktenPonndorf-Impfstoff A und B eine histaminartige Reaktion. Diese Wirkung wurde aufgehoben durch Histaminase, hohe Dosen Atropin, sowie im Sinne des“Edlbacher-Effektes” durch Histidin, Arginin und Cystein gehemmt.

     
  4. 4.

    Die klinische Wirkung des ImpfstoffesPonndorf B ist zu verstehen als ein Effekt von “H-Substanzen”, kombiniert mit der Einwirkung spezifischer Tuberkulinwirkstoffe und bestimmter Bakterien-antigene.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1951

Authors and Affiliations

  • Rolf Emmrich
    • 1
  • Hans Jürgen Keutel
    • 1
  • Albrecht Morgenstern
    • 1
  1. 1.II. Medizinischen Klinik der Universität HalleSaale

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