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Ueber Mandeln und Balgdrüsen

  • Philipp Stöhr
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References

  1. 1).
    Zur Physiologie der Tonsillen. Biolog. Centralbl. Bd. II. No. 12.Google Scholar
  2. 2).
    Um nicht der Frage, ob diese Zellen aus dem Blute oder aus der Lymphe stammen, vorzugreifen, habe ich mich zur Wahl dieses indifferenten Namens entschlossen.Google Scholar
  3. 1).
    S. Asverus, Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Carol. Bd. 29.Google Scholar
  4. 1).
    Vergl. z. B. Gauster, Wiener Sitzgsber. d. Kaiserl. Acad. Jahrg. 1857. III. S. 500; F. Th. Schmidt, Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 13. S. 244. (Die hier befindlichen Angaben beziehen sich auf die betreffenden Organe des Ochsen.) S. ferner Toldt, Lehrb. d. Gewebelehre, erste Aufl. S. 358.Google Scholar
  5. 2).
    So Kölliker, dem wir die erste richtige Beschreibung der Balgdrüsen verdanken in seiner Mikroskop. Anatomie Bd. II. 2. Hälfte. S. 45; Asverus, l. c. Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Carol. Bd. 29. S. 241; F. Th. Schmidt, l c. Zeitschr. f. wiss. Zool, Bd. 13. S. 231 u. S. 234 (beim Schwein); Klein in Stricker's Handbuch der Lehre von den Geweben. Bd. I. S. 267.Google Scholar
  6. 3).
    Darauf beziehen sich wahrscheinlich die Bemerkungen von Kölliker l. c. dem wir die erste richtige Beschreibung der Balgdrüsen verdanken in seiner Mikroskop. Anatomie Bd. II. 2. Hälfte. S. 46 u. 48; Luschka, Arch. f. mikroskop. Anat. Bd. IV. S. 8; Ganghofner, Wien. Sitzungsber. Bd. 78. Abth. 3. S. 195; sicher bei Kölliker, Gewebelehre 1867. S. 356 unten; Teutleben, Zeitschr. f. Anatom. u. Entwicklungsgesch. Bd. II. S. 300 giebt an, dass das Epithel an den meisten Präparaten durch Maceration zu Grunde gegangen sel. Möglicherweise war es nur derart von Leucocyten durchsetzt, dass es zu fehlen schien. Auch Cornil (Archives de physiol. norm. et pathol. 2. Ser. 8. Bd. 1881. p. 374) ist der gleichen Meinung, wie Kölliker.Google Scholar
  7. 1).
    Einiges zur Verständigung in Betreff der Balgdrüsen der Zungenwurzel. Dieses Archiv Bd. 18. S. 190.Google Scholar
  8. 2).
    Anatomische Untersuchungen. Hannover 1861. S. 144 u. 145. Bemerkenswerth ist, dass aus der von Krause gegebenen Abbildung einer gewiss doch für normal gehaltenen Balgdrüse (Allgem. u. mikroskop. Anatom. 1876. Fig. 108) von der Einsenkungsstelle des Epithels an nicht mehr zu ersehen ist, was der bindegewebigen Mucosa und was dem Epithel angehört. Offenbar war der Zeichner nicht im Stande, die Theile in der Einsenkung genau zu unterscheiden. Im Texte ist hierüber nichts erwähnt.Google Scholar
  9. 3).
    l. c. Anatomische Untersuchungen. Hannover 1861. S. 267 u. 268.Google Scholar
  10. 4).
    Arch. f. Anatom. u. Physiol. Jahrg. 1859. S. 208.Google Scholar
  11. 1).
    l. c. Arch. f. Anatom. u. Physiol. Jahrg. 1859. S. 502.Google Scholar
  12. 2).
    Dieses Archiv Bd. 17. S. 175. Krause (Unters. S. 143) giebt in dieser Hinsicht Sachs Recht.Google Scholar
  13. 3).
    Unter denen, welche gegen Kölliker die Tonsillen und Balgdrüsen für offene Drüsen erklärt haben, befand sich auch Leydig (Histol. S. 285) und zwar besonders gestützt auf Beobachtungen an Vögeln. Die Beobachtungen Leydig's sind aber ganz richtig; denn die als Tonsillen bei den Vögeln gedeuteten Organe sind in der That nichts anderes als Haufen von Schleimdrüsen (s. Asverus l. c. Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Carol. Bd. 29. S. 35).Google Scholar
  14. 4).
    l. c. Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Carol. Bd. 29. S. 289.Google Scholar
  15. 1).
    Vierteljahresschrift der naturforschenden Gesellschaft in Zürich. Bd. 7. 1862.Google Scholar
  16. 2).
    Elements of Histology by E. Klein. London 1883. p. 95.Google Scholar
  17. 1).
    Vergl. z. B. meine Abbildung im Archiv f. mikroskop. Anatom. Bd. XX. Taf. XV. Fig. 20.Google Scholar
  18. 2).
    Dahin gehören zum Theil die sich widersprechenden Angaben einzelner Autoren, von denen die einen hehaupten, dass die Follikel scharf begrenzt seien, während andere die Follikel als diffus verlaufende Ansammlungen cytogenen Gewebes betrachten. Zum Theil mögen die Widersprüche auch durch verschiedene Schnittrichtungen hervorgerufen sein; vergl. in dieser Beziehung meine Arbeit im Arch. f. mikroskop. Anatom. Bd. XX. S. 243.Google Scholar
  19. 1).
    Einen solchen freien Leucocyten zeigt Fig. 6 aGoogle Scholar
  20. 2).
    Fig. 4 u. 5 sind nicht etwa Zusammenstellung verschiedener Formen, sondern genaue Wiedergabe, in welcher kein Kern weggelassen oder zugefügt worden ist. Solche locale Gruppirungen von Kerntheilungsfiguren fand auch neuerdings Flemming in den Epidermiszellen des Schweinsrüssels (Archiv f. mikr. Anat. Bd. 23. Hft. 2. S. 151).Google Scholar
  21. 1).
    Verhandl. der physikal.-medic. Gesellsch. Bd. 7. S. 188.Google Scholar
  22. 2).
    Handb. der Gewebelehre. 5. Aufl. Fig. 8.Google Scholar
  23. 3).
    Dieses Archiv Bd. 11. 1857. S. 90. Taf. I. Fig. 14 a.Google Scholar
  24. 4).
    Dieses Archiv 1883. Bd. 93. S. 28. Taf. I. Fig. 13–18.Google Scholar
  25. 5).
    Sitzungsber. der physikal.-medic. Gesellsch. Jahrg. 1883. S. 91.Google Scholar
  26. 6).
    Diese Meinung hat auch neuerdings M. Loewit (Ueber die Bildung weisser und rother Blutkörperchen Bd. 88 d. Sitzb. d. kaiserl. Akad. der Wissensch. III. Abth. Jahrg. 1883) ausgesprochen (S. 17 u., 18, 37 u. 41). Vermuthlich gehören die von Bonnet (Die Uterinmilch, Stuttgart 1882) S. 17 geschilderten Kernfragmente auch hieher.Google Scholar
  27. 7).
    Dieses Archiv. 1873. Bd. 58. S. 240.Google Scholar
  28. 8).
    Vergl. die Angaben von Weigert in diesem Archiv Bd. 70. S. 487. Weigert ist gleichfalls unschlüssig gewesen, ob er diese Erscheinungen als Zerfallbilder oder als Kerntheilungen auffassen sollte (S. 485).Google Scholar
  29. 1).
    Dieses Archiv Bd. 93. S. 26.Google Scholar
  30. 2).
    Diese Zellen sind wohl übereinstimmend mit den von Paul Müller (Arch. f. Anatom. u. Entwicklungsgesch. Jahrg. 1883. Anat. Abtheil. S. 349) in den Ductus papillares beschriebenen ”Stützzellen“.Google Scholar
  31. 3).
    Ich verzichte in dieser Arbeit auf eine genauere Beschreibung des adenoiden Gewebes selbst; die an und um den Follikeln zu Tage tretenden eigenthümlichen Gruppirungen (Fig. 8 k) gedenke ich in einer späteren Arbeit genauer zu berücksichtigen.Google Scholar
  32. 1).
    S. Asverus, l. c. Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Card. Bd. 29 S. 20.Google Scholar
  33. 1).
    Nach Asverus l.c., Ueber die verschiedenen Tonsillenformen und das Vorkommen der Tonsillen im Thierreiche. Nov. act. Leopoldo-Card. Bd. 29, der nur zwei Exemplare von Rhinolophus untersucht hat, scheinen die Tonsillen den Volitantia zu fehlen; Rapp (Müller's Archiv 1839) fand sie nur wenig entwickelt, nur bei Pteropus phacops (p. 190) beobachtete er eine als Tonsille sehr zweifelhafte Bildung. Dagegen beschreibt Schmidt (l.c. S. 253) bei Vespertilio aurita mit folliculärem Drüsengewebe besetzte Bildungen in der Schlundenge. Ich selbst habe bei mehreren Fledermäusen am Rande der Zungenwurzel folliculäre Leucocytenhaufen, welche den von Rapp bei Vespert. pipistrellus beschriebenen, schmalen vorragenden Streifen, die an beiden Enden zugespitzt mit dem Zungenrande fast parallel laufen, entsprechen. An einem anderen Exemplare (Vespertilio murinus?) war dieser Streifen auch vorhanden, entpuppte sich aber auf Durchschnitten als eine lediglich durch Schleimdrüsen verursachte Vorwölbung. Bemerkenswerth ist, dass das Epithel der Oberfläche, auf welcher die genannten Schleimdrüsen mündeten, kein Pflasterepithel, sondern cylindrisches Flimmerepithel war, welches nach den Seiten allmählich in das geschichtete Plattenepithel der Mundhöhle überging. Ob das betreffende Exemplar ein jugendliches Individuum war, um dessen Schleimdrüsenausführungsgänge sich noch keine Leucocyten angesammelt hatten, vermag ich nicht anzugeben.Google Scholar
  34. 1).
    Keine oder nur sehr spärliche Durchwanderung habe ich in zwei Fällen starker Eiterungen gefunden (s. m. Vortrag: ”Ueber Tonsillen bei Pyopneumothorax. Sitzber. d. phys.-med. Gesellsch. 1884), auch in einem Falle von Leukämie war die Durchwanderung bedeutend herabgesetzt.Google Scholar
  35. 2).
    Die Zeit des Auftretens variirt wohl, denn Kölliker giebt in seiner Entiwicklungsgeschichte (S. 289) an, dass die ”Schleimbälge der Zungenwurzel“ bei reifen Embryonen in der Regel gut entwickelt sind und auch deutliche Follikel besitzen. Dagegen hat wieder Klein (Stricker's Handb. d. Lehre von den Geweben S. 371) an der Zungenwurzel der Neugebornen keine Balgdrüsen gefunden.Google Scholar
  36. 1).
    l. c. Die Zeit des Auftretens variirt wohl, denn Kölliker giebt in seiner Entwicklungsgeschichte S. 205.Google Scholar
  37. 1).
    Sehr häufig trifft man auf Formen, die mit vielen der von Steudener (Archiv f. mikroskop. Anatomie Bd. IV) beschriebenen und abgebildeten ”invaginirten“ (Volkmann) Zellen übereinstimmen.Google Scholar
  38. 2).
    Dieser Meinung sind auch pathologische Anatomen, z. B. Colles (Dieses Archiv Bd. 86), der bei seinen sehr sorgfältigen Untersuchungen keinen unzweifelhaften Fall, in welchem sich die weissen Blutkörperchen in Plattenepithelzellen gefunden hätten, constatiren konnte. Dagegen scheint im cylindrischen Epithel des Darmes etwas Derartiges vorzukommen. Ich werde diese früher zu Gunsten der endogenen Zellbildung verwertheten Bildungen bei der Beschreibung der Darmfollikel berücksichtigen. Frankenhäuser hat bei seinen unter Stieda's Leitung angestellten ”Untersuchungen über den Bau der Tracheobronchialschleimhaut“ (Petersburg 1879) die ”Körnchenkugeln“ auch zwischen den Epithelien gesehen (S. 40 u. 54).Google Scholar
  39. 1).
    l. c. z. B. Colles (Dieses Archiv Bd. 86), S. 152.Google Scholar
  40. 2).
    S. meinen Vortrag über “Tonsillen bei Pyopneumothorax”. Sitzgsber. d. phys.-med. Gesellsch. 1884. No. 2.Google Scholar
  41. 3).
    Valentin giebt an (Handwörterbuch der Physiologie Bd. I. S. 773), dass im Secret der Tonsillen Flimmercylinder vorkommen, was von Kölliker (Mikroskopische Anatomie 2, 2 S. 48) in Abrede gestellt wird. Ich habe nun mehrfach gefunden, dass die Ausführungsgänge der Schleimdrüsen nahe an ihrer Mündungsstelle in die Balgdrüsenhöhle mit einem wohlgebildeten cylindrischen Flimmerepithel ausgekleidet waren. An Tonsillen habe ich eine gleiche Beobachtung noch nicht gemacht, halte aber das Vorkommen von Flimmerzellen im Tonsillensecret nach dem eben Angeführten für sehr leicht möglich.Google Scholar
  42. 1).
    Ueber die peripherischen Lymphdrüsen. Sitzungsber. d. phys.-med. Gesellsch. zu Würzburg. Jahrg. 1883. No. 6, S. 86.Google Scholar
  43. 1).
    Vgl. den von C. Gerhardt beim zweiten Congress für innere Medicin (19. April 1883) gehaltenen Vortrag über Diphtherie, sowie die dazu gehörige Discussion, ferner M. Litten: “Zur Pathologie des Blutes” (Berlin. klin. Wochenschr. 1883. No. 27), Baumgarten: Ueber die Uebertragbarkeit der Tuberculose durch die Nahrung und über Abschwächung der pathogenen Wirkung der Tuberkelbacillen durch Fäulniss. Centralbl. f. klin. Med. 1884. No. 2.Google Scholar
  44. 1).
    Canini, Die Endigung der Nerven in der Haut des Froschlarvenschwanzes. Physiol. Abtheil. des Archivs f. Anatom. u. Physiol. Jahrg. 1883. S. 155. Nachtrag.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von G. Reimer 1884

Authors and Affiliations

  • Philipp Stöhr

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