Zur Genetik Und Systematik Der Gattung Godetia

  • Gunnar Hiorth
I. Abhandlungen

Zusammenfassung

  1. 1.

    Nelson undMacbrides Vorschlag,Godetia undClarkia zu einer Gattung zu vereinigen, wird empfohlen.

     
  2. 2.

    VorMufige Angaben über die Aufteilung vonGodetia amoena in drei verschiedene Arten worden mitgeteilt. (Vgl. auchHiorth 1940.) Hierüber wird bald eine besondere Mitteilung erfolgen.

     
  3. 3.

    Da die Arten in der GattungGodetia nur unvollkommen bekannt sind, wurden hier eine Reibe von Formen, die von.Håkansson (1941) cytologisch untersucht worden sind und mit denen zum Teil umfangreiche genetische Untersuchungen ausgeführt worden sind, kurz durch Text und Abbildungen beschrieben. Es wurde versucht, these Arten nach ihrer natürlichen Verwandtschaft zu gruppieren.

     
  4. 4.

    Ungefähr 40 versuchte Kreuzungen zwischen den beschriebenen Arten ergaben 9 Artbastarde (Tabelle 1 und 2). Vier von ihnen lassen rich indessen nur ausnahmsweise herstellen. Tabelle 3 gibt eine Übersicht über die gelungenen Kreuzungen zwischen Arten mit verschiedener Chromosomenzahl.

     
  5. 5.

    Während Kreuzungen von diploiderWhitneyi (oder der nahe verwandten Art amoena) mit tetraploiderWhitneyi ♂ nie Samenansatz ergaben, wurde in Kreuzungen der genannten diploiden Arten mitG. nutans ♂ (nachHåkansson ein alloetraploider Artbastard mit einemWhitneyi-Genom und einem völlig verschiedenen Genom) mehrmals Nachkommen erzielt.

     
  6. 6.

    Abgesehen von den einigermaßen fertilen Bastarden zwischenG. purpurea und gewissenquadrivulnera-Formen waren sämtliche untersuchten Bastarde hochgradig steril. Über den BastardG. Whitneyi (n = 7) ×G. deflexa (n = 9) wird eine besondere Mitteilung erfolgen.

     
  7. 7.

    Die schwere Kreuzbarkeit derGodetia-Amen und die hohe Sterilität der Bastarde zeigt, daß entgegen der Ansicht einiger früherer Autoren die meistenGodetia-Amen gut voneinander abgegrenzt sind.

     
  8. 8.

    Durch umfangreiche Bestäubungen mit artfremdem Pollen gelang es bisher beiGodetia nicht, Haploide oder muttergleiche Diploide zu erzeugen. Dagegen istG. Whitneyi bei Artkreuzung oft ausgesprochen parthenokarp.

     
  9. 9.

    Ein für gärtnerische Zwecke interessanter, fertiler tetraploider Bastard trat in der F2 der Kreuzung 4 n-Whitneyi × 3 n-amoena auf.

     
  10. 10.

    Die Eignung der GattungGodetia für kombinierte systematische und cytogenetische Untersuchungen wird diskutiert.

     

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Copyright information

© Verlag von Gebrüder Borntraeger 1941

Authors and Affiliations

  • Gunnar Hiorth
    • 1
  1. 1.Genetischen Institut der Landwirtschaftlichen HochschuleÅsNorwegen

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