Ueber die Farbenblindheit durch Genuss der Santonsäure

  • Edm Rose
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References

  1. 1).
    Grau liegt nach-diesen Gleichungen in 1 und 2 der Figur 1. Indem diese 2 Punkte mit die entfernteste Lage von der durchschnittlichen einnehmen, bezeichnen sie uns die Grenze einer Kreisfläche, die unter verschiedenen Umständen je nach dem Unterscheidungsvermögen für Farben mehr oder weniger grau erscheinen wird, den Spielraum der grauen Mittellinie. Die Lage von 1 und 2 lehrt uns zugleich, wie man auch für jeden Gesunden aus Gelb und Blau alle Farben (wenn man von ihrer Reinheit absieht) mischen kann. Denn je nach der Beleuchtung liegt Grau bald auf der rothen, bald auf der grünen Seite der Mischungslinie von Ultramarin und Strohgelb.Google Scholar
  2. 2).
    Paille. Alle aus Seidenpapier auf weisse Pappe gezogen, weil sie glanzlos sein müssen.Google Scholar
  3. 3).
    in denen zwar Grau damit fast ganz übereinstimmt, wie es denn zwischen 19 und 18 liegt, Gelb dagegen etwas abweicht, indem es in 61 liegt.Google Scholar
  4. 4).
    Man muss den Sinn für Farben, der uns ermöglicht einen Lichtstrahl bestimmter Geschwindigkeit als gefärbt aufzufassen, gar sehr von dem Unterscheidungsvermögen, dem Urtheil über Farben trennen, durch das wir im Stande das Vorwiegen einer Farbe im Grau z. B., beim Vergleich zu erkennen, und von der Farbenerkenntniss, durch die wir die Art der Beimischung auch bestimmen, die Farbe angeben können, drei Fähigkeiten, die durchaus von einander unabhängig, wie denn z. B. der Herr, welcher unter den mir bekannten Personen das beste Farbenurtheil hat, Daltonist ist. Viele unterscheiden die feinsten Beimischungen, ohne sie bestimmen zu können, was anderen auch bei sehr groben nicht möglich, wie es mir denn bei 2 Personen mit feinem Farbenurtheil geradezu unmöglich war, nach den widersprechenden Angaben ihre Farbengleichungen zu treffen, obgleich ich die eine nach Vollendung dieser Arbeit untersuchte. Den Beweis liefert diese Methode.Google Scholar
  5. 5).
    Die 2 Gläser lassen die äussersten rothen und alle violetten, blauen und einen Theil der grünen Strahlen durch.Google Scholar
  6. 6).
    Wohl durch Verschiebung der Scheiben so ungenau ausgefallen.Google Scholar
  7. 7).
    Durch Correction erhalten wir nämlich aus 28: 62R+36 2/3Gr=29Gb+71S=84gb+16S, indem das Schwarz, der Zustand der Erregungslosigkeit, die Farbennull, stets nur als Ausfüllung dient, um beide Seiten auf gleiche Theile zu bringen, wodurch ja auch in Gleichung 25 bei der Correction Schwarz auf die andere Seite der Gleichung kommt. Dass diese Auffassung die richtige, wäre durch einen Versuch nachgewiesen zu sehen wünschenswerth. Er liegt hier vor. Würde man beim Corrigiren das Schwarz nicht angemessen reduciren, so hätte man: 62R+36 2/3Gr=29GB+71S=84gb+71S und es fiele der schwarze Punkt auf α. Unter derselben Annahme wäre aber auch Gleichung 25: 99gb+37Bl+32S=52 2/3R+47Gr und der schwarze Punkt (25) fiele auf die andere Seite von a jenseits b, von b 0,7 mal das Fundamentalmaass, die Strecke R Gr, entfernt. Da nun 24, 27 und 29 einen schwarzen Punkt in der Nähe der Linie R Bl verlangen, so müsste der schwarze Punkt im Lauf von je 10 Minuten jedesmal über die ganze Tafel im Zickzack hin- und hergehen. Dem entsprechend müsste fortwährend eine Veränderung in der Farbentäuschung vor sich gegangen sein, der Art, dass Schwarz bald für Violet, bald für Gelbgrün wäre gehalten worden, und Weiss umgekehrt ausgesehen habe. Da aber die Farbentäuschung in der ganzen Zeit dieselbe blieb, ein Lilasehen dunkler und ein Gelbsehen weisser Dinge, so widerlegt dies diese Art der Berechnung hinlänglich. Die Bemerkungen des Dr. Eggel und das Resultat seiner Untersuchung legen dafür Zeugniss hinlänglich ab.Google Scholar
  8. 8).
    Während es als Controlle von Werth, dass die graue Linie die gelbe dicht beim schwarzen Punkt schneidet, ist es unwesentlich, wenn unter der Annahme, dass in 5 und gb die anfängliche Farbe und zwar von derselben Stärke geblieben sei, und dass ferner die Stärke einfach dem Wege proportional sei, sich aus den Gleichungen 27 und 28 zwei dicht beim schwarzen Punkt (28) liegende (27) und (28) berechnen lassen. Denn berechnet man nach der Annahme, dass in 5 Grau von 24% Weiss geblieben, aus den Gleichungen 23, 29, 30 die schwarzen Punkte, so müssten sie auf den grauen Linien viel näher liegen in βγδ. Es folgt daraus, dass in 5 während des Verlaufs nicht mehr ein Grau von 24% Weiss geblichen. Man darf also die nach der Annahme constanter Stärke von Weiss im fundamentalen Grau, aus Gleichungen von der Art z. B. aR+bGr=cW+dS berechneten schwarzen Punkte ohne Weiteres wohl unter sich, aber nicht mit anderen vergleichen. XLVIII. Hr. Dr. med. L. bekam nach einigem Bedenken, da er angab oft an Kopfschmerzen zu leiden, um 10 Uhr 20 Min. die gewöhnliche Menge, wonach er bald ein Gefühl im Leibe zu haben behauptete und Kollern. Um 10 Uhr 36 Min. stellte sich Gelb- und Violetsehen ein, jedoch passte dieselbe Gleichung, die wir gemeinsam vor dem Einnehmen bestimmt, auch jetzt noch: 43) 46R+28 2/3Gr+25 1/3 B=24W+76S. 44) Um 11 Uhr 8 Min. fand sich endlich: 14R+86B=6Gr+94S. 45) 12−10−61R+40Gr=25Gb+75S, welche auch um 12 Uhr 40 Min. noch galt.Google Scholar
  9. 9).
    Die Uhr ging um so viel nach.Google Scholar
  10. 10).
    Man vergleiche z. B. die Linien gb28 α (28) und ba (25) in Fig. 2.Google Scholar
  11. 11).
    Ueber die Farbenbestimmungen vergleiche man Werner's Kennzeichenlehre in Hoffmann's Handbuch der Mineralogie. Freiburg 1811. Bd. I. S. 79.Google Scholar
  12. 12).
    Vlg. Virchow's Archiv Bd. XVIII. S. 20, 33.Google Scholar
  13. 13).
    Vgl. Verhandlungen des naturhistorisch-medicinischen Vereins zu Heidelberg. Bd. II. S. 1–3: Vortrag des Herrn Prof. Helmholtz „über Farbenblindheit”.Google Scholar
  14. 14).
    Vgl. dieses Archiv Bd. XVI. S. 237.Google Scholar
  15. 15).
    Cf. Diss. de Santonico p. 40. Virchow's Archiv Bd. XVI. S. 248.Google Scholar
  16. 16).
    Cf. Virchow's Arch. Bd. XVIII. S. 24.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1861

Authors and Affiliations

  • Edm Rose
    • 1
  1. 1.Berlin

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