Anzeiger für Schädlingskunde

, Volume 10, Issue 3, pp 36–36 | Cite as

Zur Bekämpfung des Rapsglanzkäfers mit Esturmit

  • W. Springensguth
Kleine Mitteilungen

Literatur

  1. 1).
    1. 1925 wurden Staatsforsten bei Sorau bestäubt, was sich auf die Bienenbestände in der näheren Umgebung katastrophal auswirkte. Die Imker waren nicht rechtzeitig auf die Gefahr aufmerksam gemacht worden. Für jedes geschädigte oder vernichtete Volk zahlte die Forstbehörde einen Ersatz von 20, — M. Bei späteren Bestäubungen waren die Bienen auf Rat von Herrn Prof. Dr. Armbruster, Institut für Bienenkunde-Berlin, 6–10 km vom bestäubten Gebiet abtransportiert worden. 2. Das Laudgericht in Heidelberg hat sich im Jahre 1930 mit einer gleichartigen Angelegenheit beschäftigt. (Landgericht Heidelberg — 7. Mai 1930 — I.Z.H. 188, 29.) Ein Waldbesitzer bestäubte seinen Bestand mit einem arsenhaltigen Mittel und erließ zum Schutze der Beerensucher und Bienen entsprechende Warnungen in den Tageszeitungen und an den Imkerverband. Jedoch war es zu spät, die Bienen aus der Gefahrenzone zu befördern, so daß ein starkes Bienensterben einsetzte. Der Waldbesitzer wurde kostenpflichtig verurteilt. 3. Es sind mir außerdem zwei Fälle bekannt, wo die Waldbesitzer nicht verurteilt wurden, da sie rechtzeitige Warnungen hatten ergehen lassen und sich erboten hatten, die Kosten für anderweitige Unterbringung der Bienen zu tragen. Hierauf hatten sich die Imkerverine kurzsichtigerweise nicht eingelassen. Das eine Urteil ist vom Oberlandesgericht Karlsruhe (abgedruckt in der deutschen Forstzeitung 1932, S. 553), das andere Urteil vom Oberlandesgericht Celle vom 31. Januar 1929.Google Scholar

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© Verlagsbuchhandlung Paul Parey 1934

Authors and Affiliations

  • W. Springensguth
    • 1
  1. 1.Entomologisches Seminar RostockRostockDeutschland

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