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Journal für Ornithologie

, Volume 65, Issue 2, pp 129–160 | Cite as

Die Eulen ägyptens

  • Alexander Koenig
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References

  1. 1).
    'Aϑήνη ionische Form für '\(A\vartheta \eta \nu \tilde \alpha \). Athene mit dem Beinamen Pallas = die Schutzgöttin Athens, Göttin der Weisheit, welcher die Eule geheiligt war. Daß die Wahl dieses Gattungsnamens gerade dem Steinkauz zufiel, halte ich für besonders glücklich gewählt und zutreffend. Der Verfasser.Google Scholar
  2. 2).
    glaux=γλαúξ att. nach Arcad. u. And. γλαũξ, ϰός, ή = die Nachteule, von der Farbe ihrer Augen άπò τoũ γλαúσσω, School. II, 17. 172; auch eine Münze in Athen, mit einer Eule bezeichnet. Ferner ist gerade dieses Wort sprichwörtlich verbunden: 'Aϑήναξε, γλαũκ εlς 'Aϑήνας = Eulen nach Athen tragen; γλαũξ bei Aristoteles, Hist. anim. = Noctua bei Virgil und Plinius, Hist. natural.Google Scholar
  3. 3).
    Būbo, ōnis m. aus dem klassischen Latein onomatopoëtisch, hergeleitet aus dem griechischen βúζω, βúξω = bu schrein (vom Uhu), Eulen-Bu-oder Puvogel, Uhu, Schuhu-von den Alten als Unglücksprophet gedeutet; bei Virgil auch fem. Aeneis IV, 462: Solaque culminibus ferali carmine bubo Saepe queri et longos in fletum ducere voces.Google Scholar
  4. 4).
    'ασναλαϕоζ, δ ein Nachtvogel bei Aristoteles, Hist. animal. lib. II, cap. 17. Ascalaphus, Bubo bei Ovid, Metam. lib. V. Vers 539, 550.Google Scholar
  5. 5).
    Die sauber aufgestellten Skelette rühren beide von weiblichen Stücken her.Google Scholar
  6. 6).
    Besitze ich nunmehr in zwei Gelegen und einem Einzelei, vonPaul Spatz in Tunis gesammelt. Der Verfasser.Google Scholar
  7. 7).
    Das ist nicht unbedingt zutreffend; es muß auch Gelege geben, welche nur aus 2 Eiern bestehen, wie dies beiBubo maximus auch vorkommt. Der Verfasser.Google Scholar
  8. 8).
    Aus dem klass. Griechisch σκώψ, σκώπóς, ó (Anit. Hist. Anim. VIII, 5, 2) vielleicht aus dem Wurzelworte σκoπέω - aus der Ferne auf ein bestimmtes Ziel forschend spähen, forschend umherblicken — gebildet; nach einigen von σκώπτω wegen der spaßhaften Gestalt, nach anderen von σκέπτoμαι wegen der Glotzaugen, so bei Homer. Aelian, Plinius u. a.Google Scholar
  9. 9).
    giu wohl onomatopoëtisch, nach dem Klangrufe dieser Eule gebildet.Google Scholar
  10. 10).
    Asîo ōnis, F=Axîo, ōnis F=die Ohreule. Plinius, Hist. Natur 10, 68 und 29, 117.Google Scholar
  11. 11).
    Otus latinisiert aus dem Griechischen ώτoς, δ, auch ώτóς, δ = die Ohreule Arist. Hist. Anim. VIII., 12.Google Scholar
  12. 12).
    accîpîtrīna, ae f von accipiter Habicht=Habichtsfraß-accipitrina haec nune erit=wird nun zum Geier oder zum Teufel sein (gefressen). Von einem sehr feinen Beobachter, der vielfach Schwedisch Lappmarken bereist hat, hörte ich, daß Wanderfalken (Falco peregrinus) der Sumpfohreule zu Liebe, wenn sie in größeren Mengen an den Brutplätzen auftritt, ihren Standort ebendort nehmen, um sich hauptsächlich von dieser Eule zu nähren. Von mir befragt, ob nicht der Hühnerhabicht ein gleiches täte, antwortete mir der um das Vogelleben der Tundra hochverdiente Forscher folgendes: Ich habe nicht gefunden, daß ein anderer Raubvogel sich von den Sumpfohreulen ernährt. Es wäre meiner Ansicht nach sehr wohl möglich, daßAstur palumbarius eine Eule greift, aber ich habe keinen Beweis dafür, obwohl ich in diesen Gegenden manches Habichtsnest untersuchte. An den zutreffenden Namen accipitrina habe ich nie gedacht; der Gedanke auf einen Zusammenhang ist ganz originell und muß, soviel ich verstehe, vollkommen zutreffeu. (Beugt Berg, in litteris vom 23. II. 1917).Google Scholar
  13. 13).
    Der Name brachyotus — von βραχúς = kurz und ώτóς = Ohreule gebildet, ist zuerst von J. O.Forster 1772 in Phil. Trans. LXII., pag. 384 für die Spezies aufgestellt worden und wurde später vonBonaparte, Comp. List. pag. 7–1838 zum Genusnamen erhoben.Google Scholar
  14. 14).
    pâlūstrîs von pālūs=Sumpf — also sumpfbewohnend.Google Scholar
  15. 15).
    Strix=Griechisch στρίγξ, στριγγóς, ή = ein Nachtvogel, Eule (nach seiner kreischenden Stimme benannt)=Zischer von στρίςω oder τρίςω gebildet. Lateinisch strix, strigis f=die Eule, ein in den Ammenmärchen der Alten berüchtigter Nachtvogel, der, wie man glaubte, den Kindern in der Wiege das Blut aussog und giftige Milch aus eigenen Brüsten einmelkte, so bei Plaut, Ovid und Plinius — aus dem Wurzelwort strīdeo, stridēre — oder strīdo, strīdi, strīdêre gebildet: ich stoße ein rauhes Geschrei aus, zische, schwirre, schrille, knirsche, knistere, knarre, pfeife oder hauche. Est illis Strigibus nomen, sed nominis hujus Causa quod horrenda stridere nocte solent Ovid, Fast. VI. 139. Besser und zutreffender konnte der Name für die in Betracht kommende Gruppe der Vögel überhaupt nicht gegeben werden. Der Verfasser.Google Scholar
  16. 16).
    flammeus, a, um Adject, von flamma, ae=die lodernde Flamme, das helle Feuer — gebildet=flammend, brennend, feurig — übertragen: leuchtend, glänzend.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von L. A. Kittler 1917

Authors and Affiliations

  • Alexander Koenig
    • 1
  1. 1.Bonn a. Rh.

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