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Ueber den augenblicklichen Stand der bakteriologischen Choleradiagnose

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Litteratur

  1. 2.
    Damit soll aber nicht gesagt sein, dass auch umgekehrt das Fehlen oder vielmehr das Nichtauffinden der Cholerabakterien in einem choleraverdächtigen Falle unter allen Umständen das Nichtvorhandensein der Cholera beweist. Ebenso wie bei anderen durch Mikroorganismen bedingten Infectionskrankheiten können auch bei der Cholera einzelne Fälle vorkommen, welche man wegen ihres sonstigen Verhaltens als unzweifelhafte Cholerafälle ansehen muss, bei denen aber, sei es wegen mangelhafter Befähigung des Untersuchenden, sei es, weil sie im ungeeigneten Zeitpunkte untersucht sind, die Cholerabakterien nicht gefunden werden.Google Scholar
  2. 1.
    Diese leichtesten Cholerafälle, bei denen Cholerabakterien in den festen Dejectionen scheinbar gesunder Menschen gefunden wurden, kommen nur unter Gruppen von Menschen vor, die gleichmässig der Infection ausgesetzt waren und neben den leichten auch schwere Fälle aufweisen. Bei Personen, welche gar nicht inficirt sein konnten, ist etwas derartiges noch niemals gefunden worden. Man muss diese Fälle deswegen als echte Cholerafälle auffassen und kann sie nicht etwa als Beweismittel gegen den specifischen Charakter der Cholerabakterien verwerthen.Google Scholar
  3. 1.
    Deutsche medicinische Wochenschrift. 1893. Nr. 7. S. 161. Es ist mir unverständlich, warum Herr Dr. Rumpel in seinem Aufsatze in gesperrter Schrift mittheilt, dass “weder ich noch Dr. Weisser mit der Feststellung der Choleradiagnose in Hamburg etwas zu thun gehabt haben”, da doch weder ich, noch Dr. Weisser das jemals beansprucht haben. Meine Betheiligung an der Angelegenheit beschränkt sich darauf, dass ich meiner Verwunderung darüber Ausdruck gegeben habe, dass die Choleradiagnose in Hamburg so viel Zeit in Anspruch genommen hatte, während sie doch in Altona so schnell gelungen war.Google Scholar
  4. 1.
    Deutsche medicinische Wochenschrift. 1884. Nr. 32 u. 32A.Google Scholar
  5. 1.
    Diese Zeitschrift. 1887. Bd. II. S. 337.Google Scholar
  6. 2.
    Ebenda. Diese Zeitschrift. Bd. XIV.Google Scholar
  7. 1.
    Das im Institut gebrauchte Pepton enthält in einem Gramm Substanz 0·025 Na2CO3 (durch Titriren unter Anwendung von Lackmuspapier als Indicator bestimmt).Google Scholar
  8. 1.
    Vgl. Riedel,Die Cholera 1887; Gaffky'sBericht über die Choleraexpedition; Fränkel und Pfeiffer'sMikrophotogr. Atlas.Google Scholar
  9. 1.
    Diese Zeitschrift. Bd. XIV.Google Scholar
  10. 2.
    Ebenda. Diese Zeitschrift. Bd. XI u. XIV.Google Scholar
  11. 1.
    Deutsche medicinische Wochenschrift. 1892. Nr. 41.Google Scholar
  12. 2.
    Ebenda. Deutsche medicinische Wochenschrift. 1892. Nr. 43.Google Scholar
  13. 1.
    Vermuthlich demselben Gedankengang folgend, haben van Ermengens, Bujwid und Arens Verfahren angegeben, welche dem oben beschriebenen älinlich sind. Van Ermengens ist es auch gelungen, mit Hülfe desselben die Cholerabakterien in einem Wasserlaufe nachzuweisen, an dessen Ufern Cholera herrschte. (Vergl. van Hassel,Rapport sur l'épidémie de choléra 1892 dans la commune de Paturages.)Google Scholar
  14. 1.
    Nähere Angaben über die Verhältnisse, unter denen diese Befunde gemacht sind, behalte ich mir für eine andere Mittheilung vor.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1983

Authors and Affiliations

  • R. Koch
    • 1
  1. 1.Institut für Infectionskrankheiten in BerlinBerlinDeutschland

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