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Über den Abbau der Bluthistiocyten

  • Carl Clasing
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Zusammenfassung

Nach Einspritzung von Tusche und Zinnober in Blutadern nehmen die Endothelien von Leber, Milz, Lunge, Knochenmark, Nebenniere, und Darm Tusche auf. Die tuschebeladenen Endothelien lösen sich los und werden zu Bluthistiocyten. Diese Histiocyten gehen in Leber und Milz zugrunde.

In der Leber werden sie in den Capillaren der Läppchenränder festgehalten, dort zusammengeballt und aufgelöst. Ihr unverdaulicher Tusche- bzw. Zinnoberinhalt bleibt hier in großen Haufen liegen.

In der Milz werden Histiocyten von den Reticulumzellen aufgenommen und ein Teil geht in den Reticulummaschen zugrunde. Auch hier findet sich Tuscheablagerung als Zeichen des Abbaues.

Die Lunge beteiligt sich nicht am Abbau der Histiocyten. Im Gegensatz zu Milz und Leber wird sie bald nach der Einspritzung fast völlig tuschefrei. Gelegentlich in den Capillaren zu findende Bilder, die den Verdacht auf Histiocytenabbau erwecken könnten, sind als Embolien aus den Lebercapillaren stammenden Materials anzusehen. “Intimagranulome” in Lungenvenen, dieSiegmund für den Abbau der Histiocyten verantwortlich macht, wurden nicht gefunden.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • Carl Clasing
    • 1
  1. 1.pathologischen Institut der Universität Münster i. W.Münster i. W.Deutschland

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