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Zeitschrift für Kinderheilkunde

, Volume 58, Issue 5, pp 653–658 | Cite as

Behandlung dyspeptischer Störungen im Säuglingsalter mit Uzara

  • Fritz Küster
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Zusammenfassung

Es wird über die Anwendung von Uzara bei Säuglingsdyspepsien verschiedenster Genese an Hand von 47 Fällen berichtet. Das Ergebnis läßt sich folgendermaßen gliedern:
  1. 1.

    Schädliche Einwirkung konnte nicht beobachtet werden. Das zweimalige Auftreten von blutigen Stühlen unter 47 Fällen glaubt der Verfasser nicht auf das Uzara zurückführen zu können. Das Mittel wurde auch von Frühgeburten ausgezeichnet vertragen.

     
  2. 2.

    Bei akuten Dyspepsien mit nicht nachweisbarer oder unerheblicher parenteraler Infektion wird in fast 4/5 der Fälle eine günstige Einwirkung und eine wirksame Unterstützung diätetischer Maßnahmen erreicht. Auch bei schweren Intoxikationen scheint sich das Mittel ausgezeichnet zu bewähren.

     
  3. 3.

    Bei Dyspepsien, die gleichzeitig oder im Anschluß an wesentliche parenterale Infektionen auftreten, werden keine Erfolge erzielt.

     
  4. 4.

    Bei subakuten Dyspepsien scheint nur in einzelnen Fällen ein günstiges Ergebnis einzutreten. Wegen der geringen hierher gehörigen Zahl der Fälle muß diese Frage jedoch offenbleiben.

     
  5. 5.

    Die Dosierung: Benutzt wurde nur Liquor Uzara, zunächst in einbis zweistündlichen, dann vierstündlichen Gaben. Die Tropfenzahl betrug bei Frühgeburten 2, nur ausnahmsweise bis 4, bei jungen Säuglingen 3, nur selten bis 6, bei älteren Säuglingen 5–8 je Dosis.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • Fritz Küster
    • 1
  1. 1.Universitäts-Kinderklinik Königsberg Pr.Königsberg Pr.Deutschland

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