Untersuchungen über die entgiftende Tätigkeit des Magensaftes, nebst einigen Bemerkungen über ihre Bedeutung bei der Säuglingsernährung und Immunität

  • Aladár Schütz
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Literatur-Verzeichnis

  1. 1.
    Budapesti Orvosi Ujság. 1904. Bd. II. Hft. 3. —Jahrbuch f. Kinderheilkunde. 1905. Bd. LXI. Nr. 1. —Orvosi Hetilap. 1905. Bd. IL. Nr. 31-32.Google Scholar
  2. 2.
    Von den 17 Kindern waren 6 gesunde Brustkinder, deren Magensaft D.-Gift zerstörte. Unter den übrigen mehr-minder kranken Kindern fand sich nur bei 6 (3 an der Brust und 3 künstlich genährt) wirksamer Magensaft.Google Scholar
  3. 3.
    Das Pepsin wird bei 55 bis 57°C unwirksam. In Anwesenheit von Salzsäure, gewisser Salze, sowie Peptone bleibt es bei höherer Temperatur noch wirksam. Bei 70°C gehen jedoch alle in Wasser gelösten Enzyme zugrunde.Google Scholar
  4. 1.
    In den Versuchen Nr. II, IV und XI war der Mageninhalt überhaupt unwirksam.Google Scholar
  5. 2.
    Unter freier Salzsäure verstehe ich hier nicht die ionisierte Säure der physikalischen Chemie, sondern die durch Kongo-Papier und Günzburg-Reagens nachweisbare klinische, freie Salzsäure.Google Scholar
  6. 3.
    Versuch Nr. VII konnte wegen der unzweckmäßigen Verdünnung, Nr. IX wegen der kleinen Menge, Nr. X infolge der einzigen Mischung nicht berücksichtigt werden.Google Scholar
  7. 4.
    Orvosi Hetilap. 1905. Bd. IL.Google Scholar
  8. 5.
    Die jedoch nicht das Pepsin ist.Google Scholar
  9. 1.
    1ccm Sodalösung neutralisierte bei verschiedenen Versuchen 2·21 bis 2·47 Salzsäure entsprechend ihrem Wassergehalte bis 10 1/2 Prozent.Google Scholar
  10. 2.
    Die von Salge gebrauchte (Jahrbuch für Kinderheilkunde, 1904, Bd. LX) Marxsche Methode (Centralblatt für Bakteriologie, 1904, Bd. XXXVI), welche aus dem Auftreten des initialen Ödems die Wirksamkeit der minimalen Giftmischungen bestimmt, habe ich nicht angewandt, weil ich diese Methode in Anbetracht der individuellen Verschiedenheit der Tiere für derart subtil halte, daß sie eventuell zu Fehlschlüssen verleiten kann. Die Marxsche Methode wurde meines Wissens anderwärts nicht befolgt. Ich nahm wie früher auch jetzt das Überleben oder Verenden der Tiere — diese derbe jedoch sehr verläßliche Methode — zum Maßstabe meiner Versuche, die daher sehr wahrscheinlich kleinere Werte der Giftneutralisation gezeitigt haben, als jene, welche mit feineren Methoden zu erreichen gewesen wären.Google Scholar
  11. 1.
    In den Tabellen sind die einzelnen Fälle ohne Rücksicht auf das Datum nur nach Größe der Dosen und nach der Dauer der wechselseitigen Einwirkung der Lösungen gruppiert.Google Scholar
  12. 1.
    Centralblatt für klin. Medizin. 1890. Bd. XI.Google Scholar
  13. 2.
    Wiener klin. Wochenschrift. 1902. Bd. XV.Google Scholar
  14. 1.
    50ccm Frauenmilch binden 0·073 bis 0.·146grm Salzsäure (s. Czerny-KellersHandbuch, Abt. 3 und 4, S. 425, aus Escherich, Müllers Daten umgerechnet).Google Scholar
  15. 1.
    50ccm Kuhmilch bindet 0·137 bis 0·159grm Salzsäure. Czerny-KellersHandbuch, S. 440, aus Soxhlet und Müllers Daten umgerechnet.Google Scholar
  16. 2.
    In Sansonis Versuch (Berliner klin. Wochenschrift, 1892, Bd. XXIX) wuchs die Azidität eines Mageninhaltes während der Eintrocknung bei 100 bis 110°C, nach seiner Meinung, weil die Peptonisation zunahm und das Pepton Salzsäure frei gab. Er beruft sich auf Mizerski und Nencki, welche fanden, daß die an Pepton gebundene Salzsäure sämtliche Eigenschaften der freien Säure besitzt, die Kongo, Günzburg, Methylviolett-Reaktionen gibt. In dem Versuch wuchs jedoch nicht die freie Salzsäure, sondern die durch NaOH bei Phenolphtaleinzusatz bestimmte Gesamtazidität. In den Versuchen von Eugen Unterberg (Magy. Orv. Arch., Bd. IV, Hft. 5) wuchs auch die Azidität der Eiweiß-Salzsäuremischung im Thermostat, gleichzeitig nahm jedoch die freie Salzsäure ab. Die Zunahme der Azidität bedingte nach seiner Meinung die Abspaltung eines sauren Komponenten aus dem Eiweiß bei der Bindung der Salzsäure. Dreser (Beiträge zur chem. Phys. u. Path., 1906, Bd. VIII) meint, daß die Eiweiß-Verdauungsprodukte die Salzsäure spezifisch binden, wobei ein Teil der Salzsäure zeitweilig in einen mehr ionisierten Zustand kommt, dabei jedoch nicht dauernd inaktiv wird.Google Scholar
  17. 1.
    Ludwig F. Meyer (Monatsschrift für Kinderheilkunde, 1906, Nr. 7) nimmt an, daß nicht nur durch das Albumin der Frauenmilch, sondern auch durch die Salze, physikalisch gedacht, gewisse Fermente übertragen werden, und daß die durch das Kochen bewirkte Veränderung im Salzzustande den hemmenden Einfluß auf das Gedeihen des Kindes ausübt.Google Scholar
  18. 2.
    Zeitschrift für klin. Medizin. 1895. Bd. XXVIII.Google Scholar
  19. 3.
    Archiv für Hygiene. 1898. Bd. X.Google Scholar
  20. 4.
    Siehe oben.Archiv für Hygiene. 1898. Bd. X.Google Scholar
  21. 5.
    Sansoni fand bei hoher Temperatur einen wesentlichen Unterschied zwischen der Bindungsfähigkeit des Eiweißes und des Peptons an Salzsäure.Google Scholar
  22. 6.
    Annales de l'Institut Pasteur. 1888 u. 1889. T. II u. III.Google Scholar
  23. 1.
    Siehe oben.Annales de l'Institut Pasteur. 1888 u. 1889. T. II u. III.Google Scholar
  24. 2.
    Compt. rend. de la Soc. de Biol. 1892. p. 153.Google Scholar
  25. 3.
    Siehe oben.Compt. rend. de la Soc. de Biol. 1892. p. 153.Google Scholar
  26. 4.
    Die durch Dimethylamidoazobenzol in der Pepsinlösung gefundene freie Säure ist sehr gering und beweist keinesfalls die Anwesenheit freier Salzsäure; die physikalisch-chemische Untersuchung wies andererseits (wie erwähnt) einen geringen Gehalt an freier Salzsäure nach; es ist jedoch sehr fraglich, ob eine so wirksame Lösung diese Wirksamkeit einer solch schwachen Aktivität (geringen H-ionkonzentration) verdankt.Google Scholar
  27. 1.
    Straus und Würtz,Arch. de Méd. Expérim. 1889. T. I. p. 370.Google Scholar
  28. 2.
    L'immunité dans les maladies infectieuses. Paris 1901. p. 439.Google Scholar
  29. 1.
    Zeitschrift f. klin. Medizin. 1905. Bd. LVI. — Emmersons und Müllers Versuchsergebnisse:Ebenda. Zeitschrift f. klin. Medicin. 1905. Bd. LVI. Salzsäure während der halben Zeit 8·5 mal und während 1 1/2 mal soviel Zeit 22 mal wirkungsvoller gegen 6 Gifteinheiten, als freie und an Eiweiß gebundene Salszäure gegen D.-Bazillen.Google Scholar
  30. 1.
    Ich stellte den Gehalt des wirkungslosen Mageninhaltes an gebundener Salzsäure und Pepsin nicht fest.Google Scholar
  31. 2.
    Von den Kindern, die einen unwirksamen Mageninhalt lieferten, war keines normal.Google Scholar
  32. 3.
    Mehrfach wurde eine mangelhafte Funktion der Verdauungssäfte und eine schwächere Verdauungsfähigkeit als erwiesene Tatsache angenommen. Mangels direkter experimenteller Beweise kann dies jedoch bisher nur als eine Hypothese betrachtet werden. Andererseits ist klinisch längst bekannt, daß künstlich genährte Säuglinge leichter als Brustkinder zu Krankheiten neigen, die mit Magendarmsymptomen einhergehen. Diese Erfahrung ist jedoch auch nicht auf Grund direkter Versuchsergebnisse erhärtet.Google Scholar
  33. 4.
    Czerny,Jahrbuch für Kinderheilkunde. 1905. Bd. LXI.Google Scholar
  34. 1.
    Die an Frauenmilch gebundene Salzsäure ist gegen D.-Gift der freien Salzsäure ähnlich wirksam.Google Scholar
  35. 2.
    Die antiseptische Wirksamkeit der gebundenen Salzsäure ist der der freien ähnlich.Google Scholar
  36. 3.
    Den Beweis dieser Hypothese sollen weitere Versuche bringen.Google Scholar
  37. 4.
    Moro,Archiv für Kinderheilkunde. 1906. Bd. XLIII.Google Scholar
  38. 5.
    Mit Ausnahme gewisser Ernährungsstörungen (Salge, Finkelstein u. a.).Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1908

Authors and Affiliations

  • Aladár Schütz
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der königl. ungarischen Universität zu BudapestBudapestUngarn

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