Erzielung pathogener Eigenschaften bei saprophytischen Staphylokokken

  • A. Geisse
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Saprophytisch wachsende Staphylokokken, die durch ihr in stärkerer Verdünnung refraktäres Verhalten bei Agglutinationsversuch mit einem aus pathogenen Traubenkokken hergestellten Testserum, durch mangelnde Hämolysinbildung, durch fehlende oder ganz geringe Farbstoffbildung und schließlich durch Mangel an Virulenz im Tierversuch als apathogene Stämme gekennzeichnet sind, lassen sich durch mehrmals fortgesetzte Passage der in Kollodiumsäckchen eingeschlossenen Bouillonkulturen in der Bauchhöhle des Meerschweinchens zu hochpathogenen vollvirulenten Stämmen mit allen Eigenschaften derselben umzüchten. Als Merkmale der pathogenen Staphylokokken bezeichnen wir Agglutination mit hochwertigem, spezifischem Antiserum in Verdünnung von 1∶800 und darüber, starke Hämolysinbildung innerhalb von 24 Stunden auf Kaninchenblutagar bei 370, Bildung von gelbem Farbstoff und Erregung schwerer eitriger Entzündung bei Injektion in das Kniegelenk des Kaninchens.

     
  2. 2.

    Saprophytische und pathogene Kokken gehören demnach der gleichen Art an.

     

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References

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    Der Ausdruck „Typen” ist hier mit Rücksicht darauf angewandt, daß bei der Tuberkulose dieselbe Bezeichnung zur Unterscheidung der verschiedenen Virulenz gewählt worden ist.Google Scholar
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Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1914

Authors and Affiliations

  • A. Geisse
    • 1
  1. 1.Hygienischen Institut der Universität Fereiburg i. B.Freiburg i. B.Deutschland

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