Die geographisch-statistische Methode als Hülfsfactor der Krebsforschung

  • Robert Behla
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Literatur

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  10. 1.
    Diese geographisch-statistische Methode müsste nach meiner Ansicht auch gute Dienste leisten zur Aufklärung anderer dunkler Krankheiten. Da wo Krankheiten in vermehrter Häufigkeit vorkommen, wo sie endemisch sind, kann die Prüfung der umgebenden Verhältnisse, die Lebens- u. Nahrungsweise der Bewohner, ein Blick auf die endemischen Pflanzen- und Thierkrankheiten einen Fingerzeig geben. Kleine Orte und Gebiete gestatten einen besseren Ueberblick in sanitären Dingen. Eine Enquête über das geographisch abweichende Vorkommen des Diabetes mit Berücksichtigung bestimmter Fragen der Lebensweise, Trinkverhältnisse, des Verbrauchs gegorener Getränke u. s. w. könnte auch Licht bringen in das Dunkle der Aetiologie.Google Scholar
  11. 1.
    Lubarsch, in denErgebnissen der allgemeinen pathologischen Morphologie u. Physiologie des Menschen u. der Thiere, 1895, II. Abth., S. 374, sagt z. B.: dass die Endothelkrebse in Rostock sehr häufig sind. Nach seinen Erfahrungen kommen gerade in Rostock mannigfache abweichende Erscheinungen an bösartigen Neubildungen vor, und Tumoren, die an anderen Orten zu den Seltenheiten gehören, treten gerade in Mecklenburg relativ häufig auf.Google Scholar
  12. 1.
    Auch Vegetarianer sind durchaus nicht vor Krebs geschützt. So fand Hendley unter 102 Krebskranken, die er in Ferron behandelte, 61, welche einer strengen Vegetarianerkost angehörten. In Betreff des Factums, dass gerade in Grossstädten, welche sich doch der besten hygienischen Verhältnisse in Bezug auf Wohnung, Fleisch, Trinkwasser u. s. w. erfreuen, die Krebserkrankungen so häufig sind, habe ich die Vermuthung ausgesprochen, dass diese Frequenz vielleicht mit dem vermehrten Gemüseessen zusammenhängt. Rohe Gemüse werden in Massen viel mehr als früher nach den Grossstädten geschafft, wie Salat, Radieschen, Erdbeeren, Obst u. s. w. Diesem hat man noch nicht die gehörige hygienische Aufmerksamkeit geschenkt. Sie sind vielfach mit Ackererde verunreinigt, und selbst gewaschen kann man diese nicht rein nennen, nicht steril im Sinne des Bakteriologen. Gerade die feineren Gemüsesorten (Brunnenkresse, Endiviensalat u. s. w.) werden viel in Grossstädten gegessen. Nach einer Statistik von Steiner bezüglich des Zungenkrebses zeigte sich, dass er in 70 Procent bei Angehörigen der besseren Stände angetroffen wird.Google Scholar
  13. 1.
    Sehr bemerkenswerth sind Beyerinck's Untersuchungen über die Wirkung von Enzymen, dass ungeformte, keine Mikroben enthaltende Flüssigkeiten, welche Pflanzenkrankheiten erzeugen, sich aus der kranken Pflanze gewinnen, ausserhalb derselben aufbewahren lassen, und bei Infection gesunder Pflanzen in diesen die gleiche Krankheit erzeugen. Dies würde ein Licht werfen auf manche Erscheinungen bei der Carcinose, insofern eine verschlagene Zelle nicht nothwendig mit einem Parasitenkeim beladen sein muss, auch der Mangel an sogenannten Einschlüssen in manchen Krebsen erklärlich wäre.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1899

Authors and Affiliations

  • Robert Behla
    • 1
  1. 1.Luckau

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