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Zeitschrift für Jagdwissenschaft

, Volume 48, Supplement 1, pp 25–32 | Cite as

Green bridges and wildlife corridors in Austria

  • M. Woess
  • R. Grillmayer
  • F. H. Voelk
XXVth IUGB Congress Wildlife Management and Conservation

Summary

Landscapes and landscape structures that enable the exchange, dispersal and migration of big forest-favouring game species are resources which densly populated Europe is running short of. Two projects in Austria provide information that is needed for the management of this ressource. “Efficient green bridge insertion in Austria” is a project which lead to a concept of green bridges for the Austrian network of motorways. By evaluating existing passageways wider than 30 m and their suitability for wildlife and further by gathering information about the most important migration routes for red deer, moose and large carnivores the permeability of the network of motorways was investigated.

An interdisciplinary project in Austria, titled “Wildlife corridors”, examined the applicability of remote sensing methods and terrestrial surveys to identify corridor structures at different landscape scales. With the collected data and information from aerial / satellite images and terrestrial surveys a resistance model for the investigation area and the indicator species red deer and wild boar could be developed. The most probable migration route between the floodplains of the Danube and the floodplains of the Leitha was detected.

Both projects reveal explicit measurements of “resource management”, which ensure genetic exchange on the long term. They are a contribution to sustainable wildlife management in Austria and the border areas. Besides the improvement and implementation of the gained data, the integration of our results in instruments of regional planning and landsape planning are the most important next steps. Only thereby the ressource wildlife corridor can be taken into consideration in planning processes and strategies at different scales.

Keywords

migration corridors Austria passageways green bridges roads red deer big game fragmentation connectivity large carnivores ressource management 

Grünbrücken und Wildkorridore in österreich

Zusammenfassung

Landschaften und Landschaftsstrukturen, die Wanderungen, Ausbreitung und den Austausch gro\räumig lebender Tierarten zwischen Teilpopulationen ermöglichen, stellen im dicht besiedelten Europa immer knapper werdende Ressourcen dar. Durch zwei Projekte in österreich werden notwendige Grundlagen für ein Management dieser Ressourcen bereitgestellt. Im Projekt “Kostenreduktion bei Grünbrücken durch deren rationellen Einsatz” wurde die für eine ausreichende Vernetzung notwendige Durchlässigkeit des übergeordneten und gezäunten Stra\ennetzes aufgezeigt. Die Ermittlung der tatsächlich vorhandenen Durchlässigkeit erfolgte durch Bewertung sämtlicher existierender über- und Unterführungen mit mehr als 30 m Breite (aus der Sicht des Wildes) hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für Wildtiere sowie durch Erhebung der wichtigsten Wildtierkorridore für Rotwild, Elche und Gro\räuber mittels Kartenanalysen, Befragungen und Auswertung vorhandener Daten. Aus dem Vergleich der notwendigen mit der tatsächlichen Durchlässigkeit ergab sich schlie\lich ein Grünbrückenkonzept für das österreichische Schnellstrassen- und Autobahnnetz.

Im Projekt “Wildökologische Korridore” wurden anhand eines Teilareals des AlpenKarpaten Korridors Möglichkeien der Fernerkundung zur Erkennung von Korridorstrukturen getestet und angewendet. Mittels der aus den terrestrischen Erhebungen, Luft- und Satellitenbildanalysen gewonnenen Daten und Informationen war es möglich ein Widerstandsbzw. Durchlässigkeitsmodell, gültig für Rot- und Schwarzwild, für das Untersuchungsgebiet zu entwickeln. Die wahrscheinlichste Migrationsroute zwischen den Donau- und den Leithauen konnte ermittelt werden.

Aus beiden Projekten leiten sich konkrete Ma\nahmen des “Ressourcenmanagements” ab, die für die langfristige Sicherung des Genflu\es von Bedeutung sind. Beide Projekte tragen dadurch auch bei zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wildtiermanagements in österreich und seinen Grenzgebieten bei. Neben der Verfeinerung und Anwendung sind Verankerung und Berücksichtigung dieser Grundlagen in den Instrumentarien der Raumplanung und Landschaftsplanung die wichtigsten nachfolgenden Schritte. Erst dadurch kann die Ressource “Wildtierkorridor” als Planungsgrundlage auf den verschiedenen Ebenen der Planung berücksichtigt und in Planungsstrategien auf verschiedenen Ebenen miteinbezogen werden.

Schlüsselwörter

Migration Korridore österreich über- und Unterführungen Grünbrücken Stra\en Rothirsch Gro\wild Fragmentation Vernetzung Gro\carnivoren Ressourcen-Managenent 

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References

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Copyright information

© Blackwell Verlag GmbH 2002

Authors and Affiliations

  • M. Woess
    • 1
    • 2
  • R. Grillmayer
    • 1
    • 2
  • F. H. Voelk
    • 1
    • 2
  1. 1.Department of Wildlife Biology and Game ManagementUniversity of Agricultural SciencesVienna
  2. 2.Department of Wildlife Biology and Game ManagementUniversity of Agricultural SciencesWien

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