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Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 139, Issue 1, pp 30–44 | Cite as

Universelles benignes Miliarlupoid Boeck mit Beteiligung innerer Organe

  • M. Rischin
Article

Abstract

Über zwei Jahrzehnte sind verflossen, seit Boeck zum ersten Male die Aufmerksamkeit auf eine bis dahin kaum bekannte Erkrankung der Haut lenkte, welche er zuerst mit dem Namen “benignes Sarkoid” belegte, später “benignes Miliarlupoid” nannte, da er eine Verwandtschaft dieser Dermatose mit Tuberkulose schon in der Definition andeuten wollte. Seitdem wurden sowohl von Boeck selbst, als auch von anderen Autoren mehrere wertvolle Beiträge zum Studium dieser Dermatose veröffentlicht. Aber trotz der sehr genauen, eingehenden Schilderungen der Autoren erfährt die Krankheit auch heute noch in bezug auf Ätiologie und Zusammengehörigkeit zu anderen Affektionen eine verschiedene Beurteilung.

Boeck selbst und diejenigen, die sich seiner Auffassung anschließen, betrachten das Leiden als eine ganz besondere Varietät der Hauttuberkulose. Andere Autoren, wie Darier, fassen sie als Tuberkulid auf, womit gesagt sein soll, daß einerseits ein besonderer Allergiezustand gegenüber Tuberkulose vorliegt und eine hämatogene Pathogenese angenommen werden müsse, andererseits aber das Exanthem vielleicht sowohl durch virulente Tuberkelbacillen als durch Bacillentrümmer oder sogar durch Toxine zustande kommen könne, während einzelne (Pautrier) dieser Krankheit jede Spezifität absprechen und in dieser Affektion einen Symptomenkomplex mit verschiedener Ätiologie (Lues, Tuberkulose, Mykosen usw.) erkennen zu müssen glauben. Wieder andere, wie Hallopeau, Zieler und neuerdings auch Kuznitzky-Bittorf wollen dem Krankheitsbilde eine ganz selbständige Stellung einräumen, indem sie das Leiden als besondere, infektiöse, granulomartige Krankheit mit spezifischer, noch unbekannter Ätiologie ansehen. Endlich hält Kreibich das Miliarlupoid für eine besondere klinische Form des Hodgkin.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1922

Authors and Affiliations

  • M. Rischin
    • 1
  1. 1.dermatologischen Universitätsklinik BernBernSchweiz

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