Zur Kenntnis der keimschädigenden Wirkung von Rhodaniden

IV. Mitteilung. Weetere Versuche zur Desinfektion von tuberkulösem Auswurf mit saueren und alkalischen Rhodanidlösungen
  • Georg Lockemann
  • Karl Heicken
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Die früher mitgeteilten Ergebnisse (III. Mitteilung)1 über die Desinfektion von tuberkulösem Auswurf mit saueren und alkalischen Rhodanidlösungen wurden durch die neuen Versuche im allgemeinen bestätigt.

     
  2. 2.

    Eine Vorbehandlung des tuberkulösen Auswurfs mit alkalischen Rhodanidlösungen erweist sich für die endgültige Abtötung der Tuberkelbacillen als vorteilhaft, ist aber für eine sichere Wirkung nicht notwendig.

     
  3. 3.

    In 2 Fällen konnte durch Vermischen von starker technischer Natronlauge (33%) mit der halben oder gleichen Menge tuberkulösen Auswurfs binnen 24 Studen Abtötung der Tuberkelbacillen erzielt werden, in einem dritten Falle jedoch nicht.

     
  4. 4.

    Sehr starke alkalische Rhodanidlösungen hatten bei der Einwirkung auf tuberkulösen Auswurf ebenfalls wechselnden Erfolg.

     
  5. 5.

    Sauere Rhodanidlösungen wirkten in allen Fällen mit Sicherheit abtötend auf die im Auswurf enthaltenen Tuberkelbacillen. Je nach dem Gehalt dieser Lösungen und der Vorbehandlung des Auswurfs mit alkalischen Rhodanidlösungen betrug die Abtötungszeit für die saueren Gemische 5–30 Min.

     
  6. 6.

    An Stelle von Salzsäure lassen sich für die Herstellung sauerer Rhodanidgemische auch feste Chemikalien wie Kaliumbisulfat und Oxalsäure verwenden.

     

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Schrifttum

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1937

Authors and Affiliations

  • Georg Lockemann
    • 1
  • Karl Heicken
    • 1
  1. 1.Chemischen Abteilung des Instituts Robert KochBerlinDeutschland

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