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Zur Klinik und Bakteriologie des Paratyphus B

  • Martin Tesdal
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Durch stark verunreinigtes Brunnenwasser kam es bei 2 Familien in Asker zu akuten Magen-Darmstörungen, die wahrscheinlich als „Wasserkrankheit” aufzufassen sind; von 13 Personen erkrankten 12. Während bei der ersten Familie keine Paratyphus B-Infektionen nachgewiesen wurden, konnten bei 2 Erkrankten der zweiten Familie aus den Faeces Paratyphus B-Bacillen isoliert werden, ohne daß es aber zu einer typischen Paratyphus B-Erkrankung kam.Bei 4 weiteren Erkrankten traten dagegen nach einem freien Intervall von 5–21 Tagen typische Paratyphus B-Erkrankungen von typhoidem Charakter auf.

     
  2. 2.

    Bei einer 70 Personen umfassenden Milchepidemie in Möre kam es bei der Mehrzahl der Fälle zu typischen Paratyphus B-Erkrankungen mit lang dauerndem Fieber, bei 4 Fällen jedoch nur zuakuter Gastroenteritis und außerdem zu 2 ganz leicht verlaufenen Fällen ohne Durchfall. Ferner konnten anläßlich der Umgebungsuntersuchungen bei 11 Personen in Faeces und Urin oder nur in Faeces Paratyphus B-Bacillen nachgewiesen werden,ohne daß diese Personen überhaupt krank waren.

     
  3. 3.

    An 2 verschiedenen Stellen von Norwegen wurden erstmaligvöllig ammonschwache Paratyphus B-Bacillen isoliert, während alle bisher untersuchten B-Stämme des In- und Auslandes ammonstark waren.Ein Zusammenhang zwischen Ammonschwäche, Standortsgebundenheit und Pathogenität im Sinne von Hohn und Herrmann wird abgelehnt.

     
  4. 4.

    Es wird auf den vonTh. Thjøtta angegebenen Bactericidie-Ver-Versuch hingewiesen, durch den Rauhformen aus Salmonellakulturen ausgeschaltet werden können.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • Martin Tesdal
    • 1
  1. 1.Statens Institut for FolkehelsenOslo

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