Ueber das Kehlkopfathmen (Respiratio laryngea)

  • Bronislaus Choynowski
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Literatur

  1. 1).
    Laënnec, Op. c. p. 73: „Les raisons de la respiration bronchique me paraissent assez faciles à donner. En effet, lorsque la compression on I'engorgement du tissu pulmonaire empêche la pénétration de I'air dans ses vésicules, la respiration bronchique est la seule, qui ait lieu. Elle est d'autant plus bruyante et facile à entendre, que le tissu du poumon rendu plus dense, en devient meilleur conducteur du son.” —Google Scholar
  2. 1).
    Ich habe hier und im Folgenden der Kürze halber das Wort: “pathologische Räume” statt „Bronchusäste hepatisirtet Lungen und Höhlen mit starren unbeweglichen Wänden” angewandt.Google Scholar
  3. 1).
    Piorry, La médecine du bon sens. 1864.Google Scholar
  4. 1).
    Damit wollten wir nicht gänzlich das Vorkommen von Bedingungen in der Lunge, denen beim Pfeifen an einem Schlüsselloche ganz ähnlich, ausgeschlossen haben. Dergleichen bestehen zwar nicht für das Zustandekommen des Laryngealgeräusches, wohl aber für die sogenannten pfeifenden Rasselgeräusche (Rhonchi sibilantes).Google Scholar
  5. 1).
    Zamminer und Seitz, l. c. S. 6.Google Scholar
  6. 1).
    Uns scheint es, einen unbedeutenden Antheil der Röhrenwände an der Fortpflanzung der Töne in der Röhre so unnatürlich als Consonanz zu bezeichnen, dass wir die Nothwendigkeit gar nicht einsehen können, das Unpassende dieser Bezeichnung erschöpfend nachweisen zu wollen; daber halten wir es für überflüssig, die dahin gerichteten Einwürfe Wintrich's (l. c. S. 144) an diesem Orte mitzutheilen.Google Scholar
  7. 1).
    Es mangelt nicht an physikalischen Thatsachen, um unsere Behauptung zu erhärten. So hören wir gar nicht oder nur sehr schwach Alles, was in einem Zimmer, welches von dem unserigen durch eine Wand getrennt ist, gesprochen oder gesungen wird. Sobald die Thüre geöffnet und den Tönen die Möglichkeit dadurch gegeben worden ist, durch Vermittelung der Luft an unser Ohr zu gelangen, hören wir dieselben besser, obwohl die Entfernung von der Tonquelle dieselbe geblieben sein mag, und zwar aus dem Grunde, weil die Töne nicht mehr aus einem gasförmigen Medium (Luft) nach einem festen (Wand) und aus demselben wieder in die Luft überzugehen brauchen. Taucht man im Wasser unter, so hört man die Töne nicht, welche in der Atmosphäre erzeugt werden, sehr deutlich dagegen das Geräusch zweier im Wasser an einander geriebenen Steine; taucht man aus dem Wasser herauf, so vernimmt man das letztere nicht mehr. Diese Abschwächung der Töne beim Uebergang aus einem Medium nach einem anderen anders gearteten erklärt sich aus dem Umstande, dass bei einem solchen Uebergange ein gewisser Theil der Schallwellen von der die beiden Medien trennenden Fläche reflectirt wird und in Folge dieser Reflexion für unser Ohr verloren geht.Google Scholar
  8. 1).
    Es ist dies eine ganz richtige Bemerkung Skoda's, dass die Physik es noch ganz unentschieden gelassen hatte, ob feste oder gasförmige Körper bessere Schallleiter seien. Damit ist aber die Frage nach der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Schalles in verschiedenen Medien nicht zu verwechseln, welche bereits zu Gunsten der festen Körper gelöst worden ist; es handelt sich hier eben um die Erhaltung der Intensität einer Schallerscheinung, beim Durchgange durch ein gewisses Medium.Google Scholar
  9. 1).
    Ueber die sogenannten consonirenden Geräusche von Schweigger. Dieses Archiv Bd. XI. 1857.Google Scholar
  10. 1).
    Es gibt Fälle, in welchen beide angeführten Ursachen für die Entstehung des Laryngealgeräusches zusammenwirken. Bei Schwindsüchtigen nehmlich wird oft beim gewöhnlichen Athmen ein verlängertes Exspirium in den Lungenspitzen wahrgenommen, das, sobald wir die Respirationsthätigkeit verstärken lassen, in ein Laryngealathmen übergeht. Dieses verlängerte Exspirium hängt, wie Seitz (l. c. S. 110) ganz richtig bemerkt, von pneumonischen Infiltrationen des Lungengewebes ab, diese Stücke (Heerde) verdichteten Lungenparenchyms sind aber klein, auf einzelne zerstreute Lobuli beschränkt, mit einem Worte ungenügend, um die Bedingungen der Schallleitung wesentlich zu ändern. Daher vermissen wir das Laryngealgeräusch bei gewöhnlicher, nicht angestrengter Respiration; da aber beim forcirten Athmen sich die zweite Ursache (siehe oben X.) hinzugesellt, d. h. die Verstärkung des Geräusches an seiner Ursprungsstelle, so hören wir jetzt das Laryngelathmen deutlich. Solche Fälle sind sehr geeignet, um die Richtigkeit unserer Theorie zu prüfen.Google Scholar
  11. 1).
    Pouillet-Müller, Lehrbuch der Physik. Fünfte Auflage. 1858. I. S. 334.Google Scholar
  12. 2).
    L. Hermann, Grundriss der Physiologie, 2. Auflage. 1867. S. 144.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1870

Authors and Affiliations

  • Bronislaus Choynowski
    • 1
  1. 1.Warschau

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