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Über die Beeinflussung der Adsorption von Polyvinylpyrrolidon an menschliche Erythrocyten durch zellgebundene Rh- und A-Antikörper

  • K. Hummel
  • L. v. Szczepanski
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Zusammenfassung

Mit Rh0-(D) Antikörpern sensibilisierte menschliche Erythrocyten binden weniger Polyvinylpyrrolidon (PVP) ¯Mw 25000 als nichtsensibilisierte; Anti-A-sensibilisierte Zellen sind hinsichtlich der PVP-Bindung von nichtsensibilisierten nicht verschieden. Ein Zusatz von Humanserum hemmte die PVP-Adsorption nur gering. Dagegen führte die Waschung der Zellen zu einer Verminderung der Adsorptionsgröße, die parallel mit dem durch die Waschung herbeigeführten Lipidverlust ging. Durch die Waschung verminderte sich außerdem die Bindungsfähigkeit der Rh-positiven Zellen gegenüber Rh-Antikörpern.

Aus den Resultaten wird geschlossen, daß PVP sich bevorzugt mit lipiden Strukturen der Erythrocytenoberfläche sowie den Rh-(D)-Receptoren verbindet, nicht aber mit A-Receptoren und mit zellständigen Rh- und A-Antikörpern. Eine möglicherweise fehlende zweite Valenz der inkompletten Antikörper kann PVP also nicht ersetzen. Es wirkt als Konglutinin wohl über eine Verstärkung der unspezifischen cellulären Kohäsionskräfte.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1963

Authors and Affiliations

  • K. Hummel
    • 1
  • L. v. Szczepanski
    • 1
  1. 1.Hygiene-Institut der Universität Freiburg i. Br.Deutschland

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