Advertisement

Die Brauchbarkeit von Sporenerde zur Prüfung der Wirksamkeit von Äthylenoxyd-Gassterilisatoren

  • F. -H. Kayser
  • K. Liebermeister
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Vier untersuchte, thermoresistente Sporenerden zeigen hinsichtlich ihrer AeO-Resistenz große Unterschiede, die am deutlichsten zwischen der gegen AeO-hochresistenten Erde Hamburg und der AeO-empfindlichen Erde München ausgeprägt sind.

     
  2. 2.

    Die Unterschiede in der Thermo-Resistenz der vier Erdproben sind geringer. Eine Korrelation zwischen der Thermo-Resistenz und der AeO-Resistenz besteht nicht.

     
  3. 3.

    Die Ursache der hohen AeO-Resistenz der Hamburger Testerde ist durch wasserlösliche Mineralsalze bedingt, die beim Auskristallisieren um Erdkeime, besonders um Sporen, Kristalle bilden und sie auf diese Weise vor der Einwirkung des Äthylenoxyds schützen.

     
  4. 4.

    Daraus ergibt sich, daß äußere, unspezifische Faktoren für die AeO-Resistenz der Erden eine weitaus größere Rolle spielen können als bezüglich der Thermo-Resistenz. Zur Prüfung der Wirksamkeit von Gassterilisatoren sollte deshalb entweder besonders präparierte Sporenerde verwendet werden oder AeO-resistente Kultursporen, die außerdem auch einheitlichere Versuchsbedingungen gewährleisten würden.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Abbot, C. F., J. Cockton, andW. Jones: Resistance of crystalline substances to gas sterilization. J. Pharm. (Lond.)8, 709–720 (1956).Google Scholar
  2. 2.
    Adam, W.: persönliche Mitteilung.Google Scholar
  3. 3.
    Allison, L. E.: zit. nach4.Google Scholar
  4. 4.
    Berger, J., B. Schmidt u.H. Dobberstein: Sterilisationsversuche mit Äthylenoxyd. Zbl. Bakt., I. Abt. Orig.185, 526–553 (1962).Google Scholar
  5. 5.
    Bruch, C. W.: Gaseous sterilization. Ann. Rev. Microbiol.15, 245–262 (1961).Google Scholar
  6. 6.
    Bruhin, N., X. Bühlmann, W. A. Vischer u.Th. Lammers: Sterilisation mit Äthylenoxyd unter besonderer Berücksichtigung der Anwendung bei Kunststoffen. Schweiz. med. Wschr.91, 607–613, 635–639 (1961).Google Scholar
  7. 7.
    Gewalt, R., u.E. Fischer: Ein neues Gerät zur Sterilisation mit gespanntem Äthylenoxyd. Münch. med. Wschr.101, 563–565 (1959).Google Scholar
  8. 8.
    Heicken, K.: Über die Äthylenoxydsterilisation. Bundesgesundheitsblatt, Nr. 7, 106–110 (1962).Google Scholar
  9. 9.
    Kliewe, H.: Die Kaltsterilisation mit gespanntem Äthylenoxyd. Gesundheitswesen und Desinfektion55, 50–53 (1963).Google Scholar
  10. 10.
    Lammers, Th., u.R. Gewalt: Ein neues Sterilisationsverfahren mit Äthylenoxyd. Z. Hyg. Infekt.-Kr.144, 350–358 (1958).Google Scholar
  11. 11.
    Liebermeister, K.: Zur Prüfung von Dampf- und Gassterilisatoren. Zbl. Bakt., I. Abt. Orig.184, 181–200 (1962).Google Scholar
  12. 12.
    Philips, Ch. R., andS. Kaye: The sterilizing action of gaseous ethylene oxide. Amer. J. Hyg.50, 270–279 (1949).PubMedGoogle Scholar
  13. 13.
    Stutz, L.: InKonrich-Stutz: Die bakterielle Keimtötung durch Wärme, S. 39. Stuttgart: F. Enke 1963.Google Scholar
  14. 14.
    Znamirowsky, R., B. Ch. S. MacDonald, andT. E. Roy: The efficancy of an ethylene oxide sterilizer in hospital practice. Canad. med. Ass. J.83, 1001 to 1006 (1960).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1964

Authors and Affiliations

  • F. -H. Kayser
    • 1
  • K. Liebermeister
    • 1
  1. 1.Bakteriologisch-Hygienischen Institut am Krankenhaus rechts der Isar der Stadt MünchenDeutschland

Personalised recommendations