Ultraschalleinwirkung auf Mikroorganismen

  • L. Grün
  • J. Stelter
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Zusammenfassung

In der Arbeit werden zunächst die physikalischen Grundlagen und deren unterschiedliche Auswirkung auf die US-Bactericidie besprochen.

An Hand der eigenen Versuche wird die Abhängigkeit der Keimabtötung vegetativer Keime durch US gezeigt als Funktion von Beschallungsdauer, Intensität, Aufschwemmungsflüssigkeit, Schichthöhe, Keim- und Stammart.

Eine Gegenüberstellung der Wirkung von Impulsschall zu Dauerschall, Untersuchungen über die Thermoempfindlichkeit und die gleichzeitige Einwirkung von Schall und Wärme folgen.

Danach werden Umrechnungsmöglichkeiten angegeben, aus denen die Schallempfindlichkeit, die spezifische Impulswirkung und die Wirkung bei anderen Intensitäten und Beschallungszeiten bestimmbar werden.

Überlegungen über die Dosisbestimmung führen zu der Erkenntnis, daß das Zeit-mal-Intensität-Gesetz beim US, zumindest in dem von uns untersuchten Gebiet, nicht gilt.

Eingehend wird die Frage, ob die US-Wirkung auf Wärme beruhe oder nicht, zugunsten eines mechanischen Effektes auf Grund zahlreicher Versuche und Überlegungen entschieden.

Eine Begasung fördert die Pseudokavitation und damit auch die Keimabtötung, jedoch ist bei Verwendung verschiedener Gase ein spezifisch chemischer Effekt nicht feststellbar.

Eine allgemeine US-Resistenz ist nicht nachzuweisen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1955

Authors and Affiliations

  • L. Grün
    • 1
    • 2
  • J. Stelter
    • 1
    • 2
  1. 1.Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Medizinischen Akademie DüsseldorfDeutschland
  2. 2.Laboratorium für Ultrakurzwellentechnik und Ultraschall der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule AachenDeutschland

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