Bakteriologische Speiseeisuntersuchungen und ihre Ergebnisse

  • W. Boese
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Zusammenfassung

über die Ergebnisse bakteriologischer Speiseeiskontrollen in dem Bezirk eines Medizinaluntersuchungsamtes wird berichtet. Die Befunde der Keim- und Colizahlen werden nach den Ergebnissen der Erst-, Zweit- und Drittuntersuchungen aufgeschlüsselt. Die prozentuale Errechnung zeigt, daß nur ein geringer Prozentsatz der Speiseeisproben nach drei Untersuchungen nicht den gesetzlichen Anforderungen in bakteriologischer Hinsicht entspricht. Es kann deshalb befürwortet werden, daß die vorgesehene Keimzahl von 100000 Keimen und zumindest 10 Colibakterien in 1 cm3 Speiseeis als Grenzzahlen in einer endgültigen Bundesverordnung als bindend angenommen werden können. Als Ursachen für die hohen Keim- und Colizahlen werden angeführt:
  1. 1.

    die Verwendung von Frischmilch,

     
  2. 2.

    der unhygienische Zustand der Arbeitsräume,

     
  3. 3.

    der unhygienische Zustand der Arbeitsgeräte,

     
  4. 4.

    die ungenügende Desinfektion des Portionierers,

     
  5. 5.

    die Verwendung von Wasser aus bakteriologisch nicht überwachten Eigenwasserversorgungsanlagen.

     

Es wurden zwei Speiseeisproben mit pathogenen Keimen — Paratyphus-B-Bakterien und Salmonella EnteritisGärtner — isoliert, woraus die Forderung erhoben wird, daß bakteriologische Kontrollen nur von Fachbakteriologen und nicht von Lebensmittelchemikern durchgeführt werden sollen.

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Literatur

  1. 1.
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Copyright information

© Springer-Verlag 1953

Authors and Affiliations

  • W. Boese
    • 1
  1. 1.Bakteriologischen Untersuchungsamt MoersDeutschland

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