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Lungenkreislauf und Lungenkollaps

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Zusammenfassung

Der Lungenkollaps ist solange ein physiologischer Zustand, wie die Verkleinerung des Lungenvolumens durch die elastischen Elemente der Lungenstruktur entstanden ist, die regulativen mechanismen voll wirksam bleiben, so daß die Zirkulation der Ventilation angepaßt werden kann und die Leistung des rechten Herzens weder in Ruhe noch nach Belastung unter Drucksteigerung zustande kommt. Pathophysiologisch wird der Lungenkollaps neben anderem in erster Linie durch Ausfall von Atemmuskulatur und durch Pleuraverschwartung, weil jetzt die Kollapslunge ungleichmäßig ventiliert und daher auch ungleichmäßig durchblutet wird. Das Angiogramm zeigt in Gebieten unter starrem Kollaps nicht nur eine Drosselung, sondern auch eine Verlangsamung der Durchblutung. Der tonischen und lange Zeit bestehenden Engerstellung der Gefäße folgen pathologische Veränderungen an den Gefäßwänden, die auch nach der Dekortikation und Wiederentfaltung der Lunge bestehenbleiben können. Beim starren Lungenkollaps wird die Mehrleistung des rechten Herzens unter Arbeit viel eher durch Drucksteigerung erreicht. Die Anwendung des Kollapses als therapeutisches Prinzip ergibt somit die eindeutige Bevorzugung solcher Methoden, die einen elastischen Kollaps hervorrufen. Beim plötzlich eintretenden Lungenkollaps nach chirurgischer Thoraxeröffnung konnten bemerkenswerte Drucksteigerungen im rechten herzen und der Arteria pulmonalis nicht nachgewiesen werden. Sie fanden sich aber, wenn unter intratrachealer künstlicher Beatmung größere Abschnitte der Lunge komprimiert wurden.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1953

Authors and Affiliations

  • H. Rink
    • 1
  1. 1.Köln

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