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Studien über die Histogenese des Lymphdrüsentuberkels und die Frühstadien der Lymphdrüsentuberkulose

  • E. Joest
  • D. Emshoff
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Literatur

  1. 2).
    P. Baumgarten, Über Tuberkel und Tuberkulose. I. Teil: Die Histogenese des tuberkulösen Prozesses. Berlin 1885 (Sonderabdruck aus der Ztschr. f. klin. Med., Bd. 9 u. 10.)Google Scholar
  2. 1).
    v. Baumgarten, Über die pathologisch-histologische Wirkung und Wirksamkeit des Tuberkelbazillus. Verh. d. D. Path. Ges., 4. Tagung, 1902, S. 2.Google Scholar
  3. 2).
    Orth, Welche morphologischen Veränderungen können durch Tuberkelbazillen erzeugt werden? Verh. d. D. Path. Ges., 4. Tagung, 1902, S. 30.Google Scholar
  4. 1).
    Verh. d. D. Path. Ges., 11. Tagung, 1907, S. 195, und Ztschr. f. Infektionskrankheiten usw. der Haustiere, Bd. 3, 1907/08, S. 257.Google Scholar
  5. 2).
    Über einen Teil unserer experimentellen Untersuchungen am Meerschweinchen hat bereits Emshoff in seiner Dissertation (Dresden 1911) berichtet, wobei auch die Literatur über die Histogenese des Tuberkels nähere Berücksichtigung gefunden hat.Google Scholar
  6. 1).
    Ztschr. f. Infektionskrankheiten usw. der Haustiere, Bd. 5, 1908/09, S. 155.Google Scholar
  7. 1).
    Virch. Arch., Beiheft zu Bd. 194, 1908, S. 254.Google Scholar
  8. 1).
    Goldmann, E., Die äußere und innere Sekretion des gesunden Organismus im Lichte der „vitalen Färbung”. Tübingen 1909.Google Scholar
  9. 1).
    Bei der Anfertigung der Schnitte wurden wir zum Teil von Herrn Oberveterinär Semmler unterstützt, dem wir auch an dieser Stelle für seine Mitwirkung unsern Dank sagen.Google Scholar
  10. 2).
    Jenaische Ztschr. f. Naturwiss., 37. Bd., 1903.Google Scholar
  11. 1).
    Zieglers Beitr., 45. Bd., 1909, B. 476.Google Scholar
  12. 1).
    Die Lgl. inguinalis war hier zum Zwecke des Nachweises von Tuberkelbazillen verimpft worden.Google Scholar
  13. 1).
    Wir haben bei der Besprechung der normalen Lymphdrüsen des Meerschweinchens hervorgehoben, daß sie immer aus mehreren, meist 3 bis 4 Einzelknötchen, die zu einer Lymphdrüsengruppe vereinigt sind, bestehen. Das gilt auch für die Lymphoglandulae subiliacae, die meist aus 3 bis 4 Einzelknötchen bestehen und die Lgl. inguinales von denen fast immer 2 Einzelknötchen vorhanden sind. Die Lgl. iliaca ist wohl immer nur in der Einzahl vorhanden. Die oben beschriebenen helleren Stellen, die den Anfang der Tuberkelentwicklung bedeuten, findet man nun nicht in allen Knötchen der die genannten Lymphdrüsen bildenden Gruppe, sondern nur in einzelnen. Die andern erscheinen histologisch vollkommen unverändert.Google Scholar
  14. 1).
    Die andere Hälfte wurde zum Zwecke der Feststellung des Tuberkelbazillengehaltes verimpft.Google Scholar
  15. 2).
    Die Lgl. inguinalis dieses Tieres wurde im ganzen verimpft.Google Scholar
  16. 1).
    Selbst bei stärkster Vergrößerung ist es bei den mit mehreren Kernen ausgestatteten Zellen nicht möglich, Zellgrenzen zwischen den einzelnen Kernen zu erkennen.Google Scholar
  17. 2).
    Diese Teilungsfiguren sind, wie bereits gesagt, beträchtlich größer als diejenigen der Lymphozyten in den normalen Keimzentren.Google Scholar
  18. 1).
    Virch. Arch. Bd. 139, 1895, S. 319.Google Scholar
  19. 2).
    Virch. Arch. Bd. 144, Supplem., 1896, S. 72.Google Scholar
  20. 1).
    Bisweilen trifft man eine anscheinend chronisch entzündliche Vermehrung der Retikulumzellen besonders in der Marksubstanz bei Lymphdrüsen nicht infizierter Meerschweinchen. Eine derartige Erscheinung kann auch unter Unständen in Lymphdrüsen infizierter Meerschweinchen auftreten. Sie darf dann jedoch nicht mit spezifischen Veränderungen verwechselt werden; denn die gewucherten Retikulumzellen sind kleiner als Epithelioidzellen, treten nicht herdförmig auf und beherbergen keine Tuberkelbazillen.Google Scholar
  21. 1).
    Verh. d. D. Path. Ges., 11. Tagung, 1907, S. 195, und Ztschr. f. Infektionskrankh. d. Haustiere, Bd. 3, 1907/08, S. 257.Google Scholar
  22. 1).
    Da besondere Färbungen (Fibrin, Plasmazellen, elastische Fasern und Gitterfasern) bei der früheren Arbeit (weil überflüssig) nicht ausgeführt worden waren, so mußte allerdings die Frage nach dem etwaigen Vorkommen der soeben genannten Bestandteile hier ausscheiden.Google Scholar
  23. 2).
    Auf die Verwendung der drei Lymphdrüsen vom Schweine zum Studium der Histogenese der Lymphdrüsentuberkulose bei diesem Tier möchten wir verzichten, weil zwei der Fälle nur ältere Herde aufwiesen und deshalb ungeeignet waren, und weil der eine übrig bleibende Fall doch keine allgemeineren Schlüsse gestattet haben würde.Google Scholar
  24. 1).
    Die Numerierung der Fälle bezieht sich auf die obengenannte frühere Arbeit.Google Scholar
  25. 1).
    Bisweilen zeigen im Zytoplasma der Riesenzellen eingeschlossene Lymphozyten unregelmäßige, wechselvolle Kerngestalten, darunter auch Sanduhrformen, ein Umstand, der vielleicht manche Forscher zur Annahme von Amitosen oder „Knospungen” der Riesenzellkerne verleitet hat.Google Scholar
  26. 1).
    Bereits früher hat der eine von uns festgestellt, daß die Epithelioidzellen vor ihrem Untergange verfetten. Wir wollen auf diesen Punkt hier nicht weiter eingehen und verweisen auf die Arbeit von Joest, „Untersuchungen über den Fettgehalt tuberkulöser Herde” Virch. Arch. Bd. 203, 1911, S. 451.CrossRefGoogle Scholar
  27. 1).
    Möglich, daß dabei auch noch eine Herbeiziehung von Lymphozyten aus der Nachbarschaft eine gewisse Rolle spielt, ähnlich wie sich bei Tuberkeln anderer Organe ein Lymphozytenwall an den peripherischen Partien des Tuberkels ausbildet.Google Scholar
  28. 1).
    Ähnliche Befunde wurden an Lymphdrüsen des Meerschweinchens erhoben (vgl. S. 217, Fußnote).Google Scholar
  29. 2).
    In der mehrfach erwähnten früheren Arbeit des einen von uns über die Frage des Vorkommens latenter Tuberkelbazillen in Lymphdrüsen des Rindes und Schweines ist gesagt, daß das Strukturbild des Lymphdrüsengewebes bei der Lymphdrüsentuberkulose verwischt sei, und daß infolgedessen eine Hyperplasie des Parenchyms anzunehmen sei. Wie uns eine nochmalige eingehende Durchmusterung der Präparate gezeigt hat, läßt sich diese damalige Anschauung nicht aufrecht erhalten.Google Scholar
  30. 1).
    Betonen möchten wir, daß eine Tuberkelentwicklung im Keimzentrum der Follikel nicht beobachtet wurde.Google Scholar
  31. 1).
    Ob der betroffene Pol, wie beim Meerschweinchen, der Eintrittsstelle der Vasa afferentia entspricht, konnte an den isolierten Lymphdrüsen, so wie wir sie vom Schlachthof erhielten, nicht mehr gestgestellt werden.Google Scholar
  32. 1).
    Wenn man das Inkubationsstadium vom Augenblick der Infektion der Muskulatur an rechnet, so beträgt es bei der Infektion mit Tuberkelbazillen des Typus humanus 2 bis 3 Tage, bei der Infektion mit solchen des Typus bovinus 5 bis 6 Tage. Wenn man dagegen das Inkubationsstadium der Lymphdrüsentuberkulose exakter vom Augenblick des ersten Auftretens von Tuberkelbazillen im Lymphdrüsengewebe rechnet (histologisch gemessenes Inkubationsstadium), so beläuft es sich bei beiden Bazillentypen auf 24 resp. 48 Stunden. Näheres über das Inkubationsstadium findet sich in unserer, in Gemeinschaft mit Semmler veröffentlichten experimentellen Arbeit über die Frage des Vorkommens latenter Tuberkelbazillen in Lymphdrüsen (Verh. d. D. Path. Ges., 15. Tagung, 1912, und Ztschr. f. Infektionskrankheiten usw. d. Haustiere Bd. 12, 1912, S. 117).Google Scholar
  33. 1).
    Die Befunde von Wakabayashi (Virch. Arch. Bd. 204, 1911, S. 421), der in Tuberkelriesenzellen wichtige Bestandteile der Zelle für ihre Kernteilung, Zentralkörperchen und Sphären, nachgewiesen zu haben glaubt, sind mit Vorsicht zu beurteilen, so lange die beobachteten eigenartigen strahligen Protoplasmastrukturen nicht scharf gegenüber jenen Strahlenkränzen von Kristallnadeln, wie sie jüngst von Ernst (Zieglers Beitr. Bd. 53, 1912, S. 429) in Riesenzellen beobachtet wurden, als etwas Besonderes abgegrenzt sind.CrossRefGoogle Scholar
  34. 1).
    Untersuchungen über den Fettgehalt tuberkulöser Herde. Virch. Arch. Bd. 203, 1911, S. 451.Google Scholar
  35. 1).
    Virch. Arch. Bd. 203, 1911, S. 451.Google Scholar
  36. 1).
    Die geringere Empfindlichkeit der Epithelioidzellen ist erklärlich, da sie Abkömmlinge der wenig empfindlichen Retikulumzellen sind. Vielleicht spielen hier aber auch Anpassungsvorgänge eine gewisse Rolle.Google Scholar
  37. 1).
    Berl. klin. Wschr. 38. Jahrg., 1909, S. 818.Google Scholar
  38. 2).
    Bezüglich der Teilnahme der Lymphozyten an der Zusammensetzung des Lymphdrüsentuberkels möchten wir scharf unterscheiden zwischen den Lymphozyten, die meist pyknotisch verändert, in allen Stadien der Tuberkelentwicklung, regellos unter den Epithelioidzellen liegend, angetroffen werden, und zwischen den intakten Lymphozyten, die sich am Rande älterer Tuberkel in Form eines Walles finden. Erstere sind Überbleibsel zugrundegegangenen Parenchyms an der stelle, wo die tuberkulöse Neubildung entstand, letztere sind teils zugewanderte Lymphozyten, teils stellen sie komprimiertes benachbartes Parenchym dar.Google Scholar
  39. 3).
    Vgl. die Arbeit, Joests in Virch. Arch. Bd. 203, 1911, S. 451.CrossRefGoogle Scholar
  40. 4).
    Nur unmittelbar um miliare und supermiliare Herde herum ist dies beim Rinde der Fall. Dies ist wohl, wie oben bereits bemerkt, in der Hauptsache auf eine Kompression des Parenchyms seitens des wachsenden Tuberkels zurückzuführen.Google Scholar
  41. 1).
    Wiener klin. Wschr. 18. Jahrg., 1905, S. 881, und Probleme der Tuberkulosefrage. Leipzig und Wien 1909.Google Scholar
  42. 2).
    Beiträge zur Klinik der Tuberkulose Bd. 12, 1909, S. 307.Google Scholar
  43. 3).
    Nach Bartel soll das Latenzstadium auch beim Meerschweinchen zum Ausdruck kommen!Google Scholar
  44. 1).
    Vgl. meine in Gemeinschaft mit Noack und Liebrecht angestellten Untersuchungen (Verh. d. D. Path. Ges., 11. Tagung, 1907, S. 195 und Ztschr. f. Infektionskrankh. usw. d. Haustiere Bd. 3, 1907/08, S. 257).Google Scholar
  45. 2).
    Verh. d. D. Path. Ges., 11. Tagung, 1907, S. 195, und Ztschr. f. Infektionskrankh. usw. d. Haustiere Bd. 3, 1907/08, S. 257.Google Scholar
  46. 1).
    Verh. d. D. Path. Ges., 15. Tagung, 1912, und Ztschr. f. Infektionskrankh. usw. d. Haustiere Bd. 12, 1912, S. 117.Google Scholar
  47. 2).
    Verh. d. D. Path. Ges., 15. Tagung, 1912, und Ztschr. f. Infektionskrankh. usw. d. Haustiere Bd. 12, 1912, S. 117.Google Scholar
  48. 1).
    Das histologisch gemessene Inkubationsstadium für die Lymphdrüse (gerechnet vom Auftreten der ersten Tuberkelbazillen im Lymphdrüsengewebe bis zum Auftreten der ersten histologisch nachweisbaren spezifischen Veränderungen in ihm) verhielt sich also bei beiden Bazillentypen etwa gleich.Google Scholar
  49. 2).
    Die vergleichenden Untersuchungen erstreckten sich bis zum 8. Tage post infectionem.Google Scholar
  50. 3).
    Wir setzen als bekannt voraus, daß die spontane Tuberkulose des Rindes stets durch Tuberkelbazillen des Typus bovinus erzeugt wird.Google Scholar
  51. 4).
    Wir haben freilich experimentell nur jeeinen Stamm des Typus humanus und bovinus geprüft. Daß den oben angegebenen Unterschieden indessen eine allgemeine Bedeutung zukommt, zeigen auch Beobachtungen v. Baumgartens, deren er schon in seiner oben zitierten Monographie nebenbei gedenkt. v. Baumgarten erwähnt, daß bei der durch „Perlsuchtimpfung” erzeugten Iristuberkulose des Kaninchens die Menge der Tuberkelbazillen und die Zahl der Kernteilungsfiguren geringer sind als bei der mit menschlichem Material hervorgerufenen Iristuberkulose, daß bei ersterer auch das Inkubationsstadium länger währt, und daß endlich die Erscheinungen der diffusen akuten Iritis später und allmählicher einsetzen. v. Baumgarten führt diese Erscheinungen darauf zurück, daß das verimpfte Perlsuchtmaterial „unter allen Umständen sehr viel bazillenärmer” sei als menschliches Material. Da aber auch nach der Impfung „mit relativ sehr bazillen reichen Perlsuchtmassen” der Verlauf der Iristuberkulose „noch ein langsamerer war, als es die bloße Differenz der Bazillenmenge erklärlich machen würde”, so nimmt v. Baumgarten außerdem noch eine „geringere Proliferationsenergie” der Perlsuchtbazillen an. Wir sehen aus diesen Angaben, daß v. Baumgarten bereits ähnliche Erscheinungen an den durch menschliches und Perlsuchtmaterial erzeugten tuberkulösen Veränderungen der Iris beim Kaninchen beobachtet hat, wie wir sie an mit Reinkulturen des Typus humanus und bovinus infizierten Lymphdrüsen des Meerschweinchens feststellten. Er konnte jedoch damals selbstverständlich noch kein klares Bild von ihrer Ursache und Bedeutung gewinnen, zumal auch die Dosierung der Tuberkelbazillen bei seinen Versuchen (er benutzte tuberkulöses Gewebe zur Infektion) keine genaue war. Unsere mit Kultur ausgeführten Versuche ergaben reinere Ergebnisse.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1912

Authors and Affiliations

  • E. Joest
    • 1
  • D. Emshoff
    • 1
  1. 1.Pathologischen Institute der Kgl. Tierärztlichen Hochschule zu DresdenPresdenDeutschland

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