Physik und Messung des Ausgleichseffekts

Mitteilung aus dem Elektroakustischen Laboratorium der Atlas-Werke Aktiengesellschaft, Bremen. (Mit 3 Textabbildungen.)
  • Hans Kietz
Sitzungsbericht Vorträge in der gemeinsamen Sitzung mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Audiologen
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Zusammenfassung

Durch die bekannte audiometrische Ermittlung von Luft- und Knochenkurve gelingt eine Unterteilung der Ohrerkrankungen, wobei die Bezeichnung Außen- und Innengruppe vorgeschlagen wird. Die zusätzliche Vermessung der Lautstärkenempfindung in Abhäng gkeit von der Schallstärke ermöglicht eine weitere Unterteilung der Innengruppe in 3 Untergruppen, gekennzeichnet durch eine Schalleitungsstörung bzw. Schallumwandlungsstörung bzw. Störung in der Nervenleitung oder in der Schallwahrnehmung im Zentralorgan. Die Steilheit der Lautstärkenempfindungskurve und die Größe des Lautstärkenhörgebietes (Intensitätsbreite) sind die Größen, die heutzutage für die audiometrische Zusatzmessung herangezogen werden. Für die 3 Untergruppen der Innengruppe ergeben sich bei verschlechterter Knochenkurve folgende Unterschiede:
  1. 1.

    Steilheit der Lautstärkenempfindungskurve normal. Lautstärkenhörgebiet (Intensitätsbreite) normal, aber zu großen Schallstärken verschoben Schalleitungsstörung des Innenohrs.

     
  2. 2.

    Steilheit der Empfindungskurve übernormal. Verringerte Intensitätsbreite Störung in der Schallumwandlung.

     
  3. 3.

    Steilheit der Empfindungskurve verringert. Intensitätsbreite normal (Schmerzgrenze wahrscheinlich unscharf) Störung in der Nervenleitung bzw. Schallwahrnehmung im Zentralorgan.

     

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© Springer-Verlag 1950

Authors and Affiliations

  • Hans Kietz
    • 1
  1. 1.Bremen

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