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Zur Differenzierung des subjektiven Ohrensausens

Mit 4 Textabbildungen
  • Karl-Heinz Hahlbrock
Sitzungsbericht Vorträge

Zusammenfassung

Als vorläufiges Ergebnis unserer Untersuchung können wir sagen, daß wir in dem von uns erprobten Gefäßtest Ronicol intravenös und Veritol intramuskulär ein wirksames Mittel zur Feststellung der neurovasculären Beeinflußbarkeit des Ohrensausens haben, das sich auch in einer Reihe von Fällen für die Indikationsstellung zu Eingriffen an den zugehörigen vegetativen Nerven bewährt hat. Im allgemeinen scheinen besonders im Mittelohr und wahrscheinlich auch in den schalleitenden Teilen des Innenohres entstehende Geräusche auf diesem Wege beeinflußbar zu sein. Auffallend ist, daß der positive Ausfall des Gefäßtestes fast durchweg mit dem positiven Ausfall der Maskierbarkeit des Geräusches zusammenfällt. Die technischen Schwierigkeiten des Maskierungsversuches lassen ein eindeutiges Urteil bisher noch nicht zu. Eine Nachprüfung in dieser Richtung scheint aber sowohl aus theoretischen als aus praktischen Gründen von besonderem Interesse. Vorläufig dürfte zur Klärung der Indikationsstellung der Gefäßtest als zuverlässigere Probe anzusehen sein, schon deshalb, weil durch die länger anhaltende Dauer der Geräuschveränderung eher eine zuverlässige Auskunft von seiten der Patienten zu erwarten ist als bei der Maskierungsprobe. Die Tonhöhe und die Charakterbestimmung des subjektiv empfundenen Geräusches ebenso wie die klinisch-ätiologische Charakterisierung des Falles sind für sich allein kein genügendes Unterscheidungsmittel.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag 1950

Authors and Affiliations

  • Karl-Heinz Hahlbrock
    • 1
  1. 1.Freiburg i. Br.

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