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Hinweise zur Auswertung eines Audiogramms unter Berücksichtigung des in Knochenleitung noch hörbaren „Ultraschallbereiches” (32000 Hz)

Mit 13 Textabbildungen
  • Hans Kietz
Sitzungsbericht Wissenschaftliche-Sitzung

Zusammenfassung

Es wird zunächst die Darstellung der Schwellwertskurven bei audiometrischen Messungen in sogenannten Hörverlusten beschrieben, und anschließend werden typische Kurven bei Luft- und Knochenschallerregung für Normalhörige und für pathologische Fälle gebracht. Da für die Betrachtung eines Audiogramms vor allem die gegenseitige Lage der beiden Kurven (Luftkurve zu Knochenkurve) wichtig ist, werden 3 Haupttypen in schematischer Darstellung gezeigt und an Hand dieser Normal-Audiogramme die daraus sich ergebenden Erkenntnisse erläutert.

Die moderne Audiometrie vermag besser und zuverlässiger als die alt bewährten Stimmgabelmethoden (Rinne, Schwabach undWeber) alle Ohrerkrankungen in 2 große Gruppen einzureihen. Zum Zwecke einer besseren Differentialdiagnose ist man bestrebt, diese beiden großen Krankheitsgruppen durch zusätzliche Meßmethoden noch weiter zu unterteilen.

Die bisher vorgeschlagenen Meßmethoden vonFowler, v. Bekesy undLüscher undZwislocki dienen vor allem dazu, vor einer Otosklerosen-Operation die heilbaren von den unheilbaren Fällen zu trennen. Das diesen Meßmethoden gemeinsame Grundprinzip wird erklärt. Zum Schluß wird ein neuariges Meßverfahren beschrieben, bei dem Ultraschall durch Knochenschallerregung mit zur Messung herangezogen wird. Die ersten praktischen Versuche mit dieser einfachen Meßmethode erwecken den Eindruck, daß es damit gelingt, eine weitere wichtige Unterteilung der Krankheitsfälle des Ohres zu erzielen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag 1950

Authors and Affiliations

  • Hans Kietz
    • 1
  1. 1.Bremen

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