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Archiv für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfheilkunde

, Volume 180, Issue 2, pp 273–282 | Cite as

Ergebnisse der Tympanoplastik bei Kindern und Jugendlichen

Mit 14 Textabbildungen
  • W. Weichselbaumer
Teil: Sitzungsbericht Vorträge zum Referat
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Zusammenfassung

Es wird versucht, an Hand von 33 Fällen (4.–19. Lebensjahr) erneut die Vorteile der Tympanoplastik bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen. Obwohl mehr als die Hälfte der Fälle (54,5%) Cholesteatome aufweist, kann in der Mehrzahl (insbesondere bei Typ II und III) beträchtlicher Hörgewinn erzielt werden. Die Durchschnittswerte (Mittel zwischenc1c5) bei den genannten zwei Operationstypen liegen bei 20 bzw. 23 dB (Tab. 2). Ein einziger Hörverlust ist zu beklagen und wird als jugendliche Paukensklerose angenommen (Abb. 9). Der Gesamtgewinn aller Fälle beträgt im Durchschnitt 16 dB. Erwartungsgemäß sind bei Typ IV die bescheidensten Besserungen. Für die jungen Patienten ist aber scheinbar schon das Trockenlegen des Ohres und die Möglichkeit, jetzt ein Hörgerät tragen zu können, ein Gewinn (Abb. 11). Der Anteil an Typ IV ist mit 15,2% relativ gering, während Typ III mit 45,4% wieder die Spitze hält (Tab. 1).

Bei dem erstmaligen Versuche, die Schnittwerte an Hörgewinnen zwischenc1 undc5 in steigendem Alter graphisch darzustellen, zeigt sich schon an unserem kleinen Material, daß das operierte Kind gegenüber dem Jugendlichen im Vorteil zu sein scheint (Abb. 14).

Es wird daher erneut in geeigneten Fällen vom Verfasser die kindliche und frühkindliche Tympanoplastik im Rahmen eines geübten Operationsteams empfohlen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1962

Authors and Affiliations

  • W. Weichselbaumer
    • 1
  1. 1.Wien

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