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Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte

, Volume 109, Issue 5, pp 790–802 | Cite as

Morphologische und funktionelle Analyse des Musculus masseter

  • Hermann Ebert
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der M. masseter, der bei äußerer Betrachtung ziemlich einfach aus ungefähr parallel verlaufenden Muskelfasern zusammengesetzt zu sein scheint, weist in Wirklichkeit eine höchst komplizierte innere Fiederungsstruktur auf, die nur durch geeignete Präparation freigelegt werden kann.

     
  2. 2.

    Dieoberflächliche Hauptportion des Muskels besteht aus 3 oder mehr Sehnenblättern, zwischen denen die Fleischfasern schräg angeordnet sind. Einfacher gebaut ist dietiefe Portion des Muskels die als ungefähr parallelfaserig angesehen werden kann. Eine kleine kegelförmigevordere Portion enthält eine einfache Fiederung zwischen Sehnenspiegel und Unterkiefer.

     
  3. 3.

    In jedemphysiologischen Längsschnitt des Muskels sind alle Muskelfaserngleich lang. Dagegen nehmenvon hinten nach vorn die Muskelfasern an Längeschnell zu, entsprechend der Entfernung von der Drehachse des Unterkiefergelenkes.

     
  4. 4.

    DerGesamtquerschnitt („physiologischer Querschnitt”) aller Fleischfasern des M. masseter wurde in Durchschnitt von 6 Präparaten mit 11 qcm festgestellt. Bei einem jüngeren Individuum mit gut entwickelter Muskulatur betrug der Querschnitt 14 cm. Dieser Wert dürfte demnormalen Durchschnitt näherkommen als der von 6 Präpariersaalschädeln berechnete Mittelwert.

     
  5. 5.

    Kraft des M. masseter in einem mittleren physiologischen Längsschnitt: Mittelwert: 110 kg (113 kg) Geschätzter Normalwert: 140 kg

     

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Literatur

  1. 1.
    Neuere Übersichten über dasSchrifttum beiGeorg Schnabel: Über das Verhältnis des mittleren Querschnitts und der mittleren Längen der einzelnen Kaumuskeln. Med. Diss. Würzburg 1933. — Ferner beiWustrow: Erg. Anat.32 (1938).Google Scholar
  2. 2.
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  3. 1.
    In Anbetracht der unvermeidbaren sonstigen Fehlerquellen könnte auf die Anwendung der Konstante auch verzichtet werden.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1939

Authors and Affiliations

  • Hermann Ebert
    • 1
  1. 1.Anatomischen Institut der Universität GreifswaldGreifswaldDeutschland

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