Über Gehirn- und Leiberschädigungen bei tierexperimenteller chronischer Insulinvergiftung

  • Joachim Jötten
  • Helmut Schmidt
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Zusammenfassung

Die durch zahlreiche Experimente bei chronischer Insulinvergiftung bekannt gewordenen gliösen und mesenchymalen Proliferationsvorgänge im Zentralorgan konnten durch eigene Versuche auch bei Katzen, die über Zeiträume von 3–13 Wochen mit Depot-Insulin „Hoechst“ behandelt wurden, nachgewiesen werden. Als Ursache dieser Veränderungen wird, in Anlehnung an die Untersuchungen vonScholz, Konowalow undEicke, ein auf dem Boden einer Bluthirnschrankenstörung entstandenes und bei den Tieren teilweise auch nachweisbares Hirnödem angenommen. Bei einem Teil der Versuchstiere ließen sich ferner in der Leber auf venöse Stauungsvorgänge zurückzuführende Parenchymveränderungen nachweisen. Es wird vermutet, daß solche auf die während der wiederholten Schocks darniederliegenden Kreislaufverhältnisse zu beziehenden und sehr wahrscheinlich als Folge der Hypoglykämie durch Erregung nervöser Gefäßzentren ausgelösten Stauungsvorgänge auch im Zentralnervensystem sich abspielen und hier möglicherweise Ursache der die gliösen und mesenchymalen Proliferationsvorgänge bewirkenden Schrankenstörungen sein können.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1956

Authors and Affiliations

  • Joachim Jötten
    • 1
    • 2
  • Helmut Schmidt
    • 1
    • 2
    • 3
  1. 1.Chirurgischen Universitätsklinik Münster i. W.Deutschland
  2. 2.Hirnpathologischen Institut der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in MünchenDeutschland
  3. 3.Pathologisches Institut der UniversitätErlangen

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