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Anzeiger für Schädlingskunde

, Volume 34, Issue 11, pp 163–167 | Cite as

Versuche mit Stammschutzmitteln zur Verhinderung von Insekten- und Pilzbefall des Rohholzes im Wald

  • A. Sinreich
Article

Zusammenfassung

Die durchgeführten Versuche mit Stammschuzmitteln zur Verhütung des Insektenbefalles zeigten bei dem Stammschuzmittel der Österr. Stickstoffwerke in beiden Konzentrationen und jenem der Fa. Merck in der stärkeren Konzentration während der Dauer des Versuches sowohl im 1. als auch im 2. Jahr keinerlei Befall durch schädliche Insekten wie Bockkäfer, Rüsselkäfer und Borkenkäfer. Drei der mit dem Stammschutzmittel Merck in der schwächeren Konzentration behandelten Versuchsstämme wiesen im zweiten Versuchsjahr schwachen Insektenbefall an Tanne, Rotbuche und Eiche auf. An zwei Stämmen trat im zweiten Jahr bei KIM Holzwespenbefall auf.

Die fungizide Wirkung der untersuchten Mittel war in keinem Falle ausreichend, sowohl unbehandelte wie behandelte Stämme wurden von Pilzen befallen, leztere etwas weniger stark. Die Stammschuzmittel hatten also nur einen etwas schwächeren Pilzbefall zur Folge, konnten jedoch z. B. in keinem Falle Blaufäule und Rotfäule verhindern oder das Stockigwerden der lagernden Buchen, auch nicht im 1. Untersuchungsjahr.

Allgemein konnte beobachtet werden, daß das Holz der mit Stammschuzmittel behandelten Stämme aller untersuchten Holzarten weniger stark zersetzt war, also durch die Behandlung eine gewisse Konservierung erzielt wurde. So war bei der Kontrolle am 28. September 1959 bei den behandelten Fichten das Holz weit weniger angegriffen als bei den unbehandelten, wo es stockig und bereits etwas morsch war. Bei Tanne war das Holz der behandelten Stämme beim Einschnitt um 50% frischer als bei den unbehandelten.

Dieselben Ergebnisse sowohl hinsichtlich des Insektenbefalles, als auch bezüglich Pilzbefall, also eine einwandfreie Abhaltung des Insektenbefalles durch die Stammschutzmittel, jedoch keine genügende pilzverhindernde Wirkung, erbrachten die Versuche in der Forstverwaltung Freiland und jene an Fichten in der Forstverwaltung Kufstein in 1200 m Höhe. In, der Forstverwaltung Freiland wurden die Versuche auch noch an Lärche vorgenommen. Die unbehandelten Lärchen wurden sowohl im Bestande als auch in Sonnenlage vonTetropium Gabrieli Weise befallen, hingegen blieben die behandelten Lärchen vollkommen insektenfrei.

Es ergibt sich somit, daß mit Hilfe der geprüften Stammschutzmittel in entsprechenden Konzentrationen ein vollkommen befriedigender Schutz des berindeten Rohholzes gegen Insektenbefall am Waldlager für die Dauer von zwei aufeinanderfolgenden Vegetationsperioden erzielt werden kann.

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Copyright information

© Verlag Paul Parey 1961

Authors and Affiliations

  • A. Sinreich

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