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Untersuchungen über das Verhalten paraoesophagealer Bariumsulfatdepots nach Oesophagusperforation

  • Ulrich Legler
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Klinische und tierexperimentelle Untersuchungen sprechen dafür, daß wesentliche allgemeine oder örtliche Störungen durch die Ablagerung von Barium sulfuricum-Röntgenkontrastbrei im hinteren Mediastinum nach Abheilung der Mediastinitis nicht auftreten.

     
  2. 2.

    Histologisch zeigen sich, wie bei allen Fremdkörpern, so auch bei Barium sulfuricum proliferativ-entzündliche Vorgänge. Die Fremdkörperpartikel werden von Riesenzellen umflossen, das Breikonvolut wird allmählich von zellreichem Granulationsgewebe aufgespalten. Die Fremdkörperreaktion des Gewebes beschränkt sich auf den unmittelbar von dem Barium sulfuricum betroffenen Bezirk, der bindegewebig eingescheidet wird. Eine erkennbare Gewebsreaktion der weiteren Umgebung tritt nicht auf.

     
  3. 3.

    Ein Abtransport oder eine Verschleppung auch kleinster Barium sulfuricum-Partikelchen auf dem Lymphwege oder Blutwege in andere Organe oder in das R.E.S. konnte nicht nachgewiesen werden.

     

Trotz der offenbaren Harmlosigkeit von Barium sulfuricum-Depots im hinteren Mediastinum wird bei Verdacht auf eine Oesophagusläsion die Anwendung der gut resorbierbaren, wasserlöslichen Kontrastmittel zur Röntgendarstellung empfohlen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1955

Authors and Affiliations

  • Ulrich Legler
    • 1
  1. 1.Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik HeidelbergHeidelberg

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