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Zeitschrift für Kinderheilkunde

, Volume 3, Issue 1, pp 73–113 | Cite as

Die Konkurrenz der Antigene in Klinik und Experiment

II. Teil der Arbeit: Die Abschwächung des Scharlachs durch prophylaktische Seruminjektionen
  • Erich Benjamin
  • Oskar Witzinger
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Literaturverzeichnis

  1. 1).
    v. Pirquet u. Schick, Die Serumkrankheit.Google Scholar
  2. 1).
    Wir verweisen bez. weiterer Literaturangaben über dieses Gebiet besonders auf die Monographie von Moro (Exp. u. klin. Überempfindlichkeit, Bergmann 1910) und auf den Artikel von v. Pirquet im V. Band der Ergebnisse der inneren Medizin und Kinderheilkunde.Google Scholar
  3. 2).
    Dem sachverständigen Rat Herrn Prof. Moros verdanken wir viele wertvolle Anregungen.Google Scholar
  4. 3).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1910, IV, 3 und Wiener klin. Wochenschr. 1903, 15.Google Scholar
  5. 4).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1909, III, 7.Google Scholar
  6. 5).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1909, II, 5.Google Scholar
  7. 6).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1909, II, 2.Google Scholar
  8. 1).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1910, VII, 1 u. 2 und 1910, VIII, 2.Google Scholar
  9. 2).
    Zeitschr. f. Imm-Forschung 1909, II, 5.Google Scholar
  10. 3).
    Zit. Berl. klin. Wochenschr. 1910, 32 u. 42.Google Scholar
  11. 4).
    Naturf.-Versamml. 21. IX. 1910; Gesellsch. f. Mikrobiologie 1910.Google Scholar
  12. 1).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung II, 1.Google Scholar
  13. 1).
    Wiener klin. Wochenschr. 1909, 1 u. 36.Google Scholar
  14. 1).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung 1909, IV, 4.Google Scholar
  15. 1).
    Bei starker Verdünnung des präcipitierenden Serums tritt im Anaphylatoxin-Versuch eine schwächere Wirkung ein, wie bei mittlerer Verdünnung, wenn Antigen in derselben Menge zugesetzt wird (Friedberger, Med. Klinik 1910, 13).Google Scholar
  16. 1).
    Große Ähnlichkeit haben diese Versuche mit denen einer Arbeit von Benjamin- Sluka über die Antikörperbildung nach experimenteller Schädigung des hämatopoetischen Apparates durch Röntgenstrahlen (Wiener klin. Wochenschr. 1908, Nr. 10). Diese Autoren studierten die Präcipitinbildung bei Kaninchen, die vor der Injektion des Serums mit großen Dosen Röntgenlicht beschickt worden waren. Es stellte sich dabei heraus, daß der auf diese Weise vorbehandelte Organismus in einer völlig anderen Weise reagiert, als der normale. Besonders zeigte sich das in der Präcipitinbildung, die in einzelnen Versuchen völlig vermißt wurde, in anderen geringste Spürchen kaum überschritt und bei einzelnen Tieren zuerst fehlte, um dann nach einer Reihe von Tagen in ganz minimalen Spuren aufzutreten. Wurde zuerst injiziert und dann, 4 Tage später, bestrahlt, so verliefen die Versuche negativ. Auch gelang es nicht, schon vorhandenes Präcipitin zum Schwinden zu bringen. Man muß — die Richtigkeit der Annahme einer Identität von Präcipitin und anaphylaktischem Reaktionskörper vorausgesetzt — sicher annehmen, daß sich beim Meerschweinchen der anaphylaktische Chok durch prophylaktische Röntgenisierung verhindern läßt.Google Scholar
  17. 1).
    Berl. klin. Wochenschr. 1901, 10.Google Scholar
  18. 2).
    Berl. klin. Wochenschr. 1905, 37; 1906, 4.Google Scholar
  19. 3).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung2, 5. 1909.Google Scholar
  20. 4).
    Ref. Monatsschr. f. Kinderheilk.8, 8. 1909.Google Scholar
  21. 5).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung3, 6. 1909.Google Scholar
  22. 6).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung3, 7. 1909.Google Scholar
  23. 7).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung2, 2. 1909.Google Scholar
  24. 8).
    Berl. klin. Wochenschr. 1909, 36.Google Scholar
  25. 9).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung8, 1. 1910.Google Scholar
  26. 1).
    Zit. nach Sachs, Handb. d. Technik u. Methodik d. Imm.-Forschung2, 950.Google Scholar
  27. 1).
    Siehe die Versuche von Friedberger-Goldschmidt (Zeitschr. f. Imm. Forschung6, H. 2–4), die fanden, daß in hypertonischen Salzlösungen die Eiweiß-Antieiweißverbindung in vitro nicht verlangsamt oder verzögert ist.Google Scholar
  28. 1).
    Berl. klin. Wochenschr. 1901, 10.Google Scholar
  29. 2).
    Berl. klin. Wochenschr. 1905, 37; 1906, 4.Google Scholar
  30. 1).
    Centralbl. f. Bakt. u. Parasitenkde.38, 5. 1905.Google Scholar
  31. 2).
    Es ist vielleicht erwähnenswert, daß uns 3 Tiere, die zuerst Serum, dann Blutkörperchen erhalten hatten, ca. 5 Tage nach der Injektion zugrunde gingen. Dieser Befund erinnert an die verhängnisvollen Wirkungen der Bluttransfusionen.Google Scholar
  32. 1).
    Centralbl. f. Bakt. u. Parasitenkde.38, 5 u. 6. 1905.Google Scholar
  33. 1).
    Berl. klin. Wochenschr. 1904. 10.Google Scholar
  34. 1).
    Calvary hat in allerletzter Zeit diese Befunde bestätigt, die quantitativen Verhältnisse gebührend betont und nachgewiesen, daß man selbst ganz kurze Zeit vor der Proledosis durch Einführung eines anderen Antigens den Chok verhüten kann (Münch. med. Wochensch. 1911, 27).Google Scholar
  35. 2).
    Münch. med. Wochenschr. 1907, 28.Google Scholar
  36. 3).
    Siehe unsere früher erwähnte Beobachtung S. 85, daß bei Einführung zweier Sera in quantitativ differenter Menge gegen das erste auffallend hochwertig und intensiv Präcipitine gebildet werden.Google Scholar
  37. 1).
    Zeitschr. f. Hyg.40.Google Scholar
  38. 2).
    Bachrach, Vierteljahrsschr. f. gerichtl. Medizin2.Google Scholar
  39. 3).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung3, 2.Google Scholar
  40. 1).
    Handb. d. Technik u. Methodik d. Imm.-Forschung von Kraus-Levaditi2, 53.Google Scholar
  41. 2).
    Beiläufig seien an dieser Stelle Versuche von Michaelis referiert (Handb. d. Biochemie2, I, 561). „Wenn man eine Mischung von Serumglobulin mit Serumalbumin (die sich beide in gleicher Weise zur Präcipitinerzeugung eignen) in Form von natürlichem Serum injiziert, so überwiegt, namentlich im Anfang der Immunisierung, bedeutend die antigene Natur des Globulins, d. h. das entstehende Präcipitin hat die Eigenschaften desjenigen Präcipitins, wie es durch Injektion von reinem Globulin erhalten wird. Auf Albumin reagiert es manchmal gar nicht, fast immer aber auffallend schwächer als auf Globulin.“ Diese vom Autor als „Konkurrenz der Antigene“ bezeichnete Erscheinung ist vielleicht mit dem von uns studierten Phänomen wesensgleich. Allerdings müßte man wissen, welches Serum verwandt wurde, da das quantitative Verhältnis beider Eiweißkörper bei verschiedenen Tieren sehr verschieden ist (Pferd: A:G=28:47,9; Mensch: A:G=40,1:28,3). Überdies stellten Bauer und Engel neuerdings fest, daß Globulin biologisch wirksamer als Albumin ist (Bioch. Zeitschr.31, 1 u. 2. 1911.)Google Scholar
  42. 1).
    Münch. med. Wochenschr. 1909, 37.Google Scholar
  43. 2).
    Zeitschr. f. Imm.-Forschung8, 5–6. 1911.Google Scholar
  44. 1).
    Gesellschaft f. inn. Med. u. Kinderheilk. in Wien. Ref. Münch. med. Wochenschr. 1910, Nr. 22, S. 1203.Google Scholar
  45. 1).
    Siehe S. 109ff.Google Scholar
  46. 1).
    Lehrb. der Kinderheilk. S. 304.Google Scholar
  47. 1).
    Vielleicht spricht die Abnahme der Intensität der Tuberkulin-Cutanreaktionen (siehe später) nach Scharlach doch auch mehr im Sinne der Friedbergerschen Vorstellungen.Google Scholar
  48. 2).
    Lehrb. d. Kinderheilk.1, 304.Google Scholar
  49. 3).
    Wiener klin. Wochenschr. 1910, Nr. 23.Google Scholar
  50. 1).
    Deutsche med. Wochenschr. 1911, 19.Google Scholar
  51. 1).
    Budapester Ärzteverein 9. XI. 1907.Google Scholar
  52. 2).
    Deutsche med. Wochenschr. 1908, 30.Google Scholar
  53. 3).
    Münch. med. Wochenschr. 1910, 44.Google Scholar
  54. 4).
    Deutsche med. Wochenschr. 1910, S. 561.Google Scholar
  55. 1).
    Krehl und Matthes konnten mit Albumosen der Tuberkulinreaktion ähnliche Erscheinungen bei tuberkulösen Tieren hervorrufen. (Arch. f. exp. Pathologie36, 5 u. 6. 1895.) Ferner beobachteten die Autoren, daß tuberkulöse Tiere nach Injektion von steriler Milch starben und eine, wenn auch nicht sehr starke, so doch immer deutliche Localreaktion der tuberkulös veränderten Teile darboten.Google Scholar
  56. 2).
    Ergebnisse d. inn. Med. u. Kinderheilk.5, 535.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1912

Authors and Affiliations

  • Erich Benjamin
    • 1
  • Oskar Witzinger
    • 1
  1. 1.Aus der Kgl. Universitäts-Kinderklinik zu MünchenGermany

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