Advertisement

Archiv für Elektrotechnik

, Volume 37, Issue 9, pp 458–462 | Cite as

Über die Wärmeausdehnung von Isolierpapier

  • A. Wallraff
Article
  • 29 Downloads

Zusammenfassung

Unter den mechanischen Eigenschaften von Isolierpapier ist die Wärmeausdehnung bisher noch nicht untersucht worden, obwohl ihr eine gewisse Bedeutung, namentlich für die Bildung von Hohlräumen in der Kabelisolation zukommt. Zur Untersuchung dieser Ausdehnung wurde eine besondere Me\einrichtung gebaut. In dieser Anordnung wird ein Probestreifen unter Vakuum in einem temperaturgeregelten elektrischen Heizmantel erwärmt und die Wärmeausdehnung einer auf dem Probestreifen abgegrenzten Me\strecke von 500 mm Länge durch Vergleich mit einem Quarzstab mittels Me\mikroskop bestimmt. Die gemessene Längenänderung ist in Abhängigkeit von der Temperatur zeichnerisch wiedergegeben, und zwar für gewöhnliches Natronzellulosepapier, für azetyliertes Papier, Manilapapier, hochverdichtetes und ölgetränktes Isolierpapier. Die Wärmeausdehnung erfolgt praktisch verhältnisgleich zur Temperatur. Der auf 20‡ C bezogene Ausdehnungsbeiwert liegt zwischen 4,0 und 6,2 · 10−6/‡C. Die einzelnen Papiersorten zeigen also nur geringfügige Unterschiede in der Wärmeausdehnung, diese ist durch äu\ere Mittel kaum zu beeinflussen.

Mit der hier beschriebenen Me\einrichtung wurde inzwischen vielfach das Wärmeverhalten von Kunststoffen in Folienform untersucht; über diese Untersuchungen wird an anderer Stelle berichtet.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Schrifttum

  1. 1.
    Eingehendere Ausführungen über die physikalischen Vorgänge in einer Hochspannungskabelisolation siehe u. a. bei W. Vogel, Einige Grundprinzipien der Hochspannungskabeltechnik. Arch. Elektrotechn. 28 (1934) S. 391.Google Scholar
  2. 1a.
    U. Meyer u. K. Baumgart, Die Bedeutung der Wärme für Hochspannungskabel. Elektrotechniek 16 (1938) S. 125.Google Scholar
  3. 2.
    Aus dem umfangreichen Schrifttum sei eine neuere Zusammenfassung angeführt: H. Ebert, Die Wärmeausdehnung fester und flüssiger Stoffe, Heft 1 der Sammlung: Verfahrens- und Me\kunde der Naturwissenschaft. Braunschweig: F. Vieweg & Sohn 1940.Google Scholar
  4. 3.
    H. Ebert, Die Wärmeausdehnung fester und flüssiger Stoffe, S. 52. Braunschweig: F. Vieweg & Sohn 1940; Tafel auch in F. Kohlrausch, Praktische Physik, S. 901. Leipzig: J. B. Teubner 1935.Google Scholar
  5. 4.
    Die linearen Ausdehnungsbeiwerte der wichtigsten Leitmetalle sind: Cu 1,65 · 10−6/‡C, Al 2,38 · 10−6/‡C, Blei, das für den Kabelmantel benutzte Metall, hat 2,92 · 10−6/‡C.Google Scholar
  6. 5.
    Über die sonstigen Eigenschaften von azetylierten Papier vgl. A. Wallraff, Die Isolierstoffe der Höchstspannungskabeltechnik. ETZ 63 (1942) S. 539.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1943

Authors and Affiliations

  • A. Wallraff
    • 1
    • 2
  1. 1.VDEKöln
  2. 2.Versuchsanstalt der Feiten & Guilleaume Carlswerk AGDeutschland

Personalised recommendations