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Über das Vorkommen der verschiedenen Neisserien-Arten bei broncho-pulmonalen Erkrankungen

  • H. -J. Brandt
  • K. Bartmann
  • A. Blisse
Article

Zusammenfassung

Frühere Untersuchungen über die bei bronchopulmonalen Erkrankungen vorkommenden Neisserien-Arten wurden fortgesetzt. Es wird nun über insgesamt 125 von Kranken und 36 von Gesunden isolierte Stämme berichtet.

Es bestätigte sich die Beobachtung, daß bei den Kranken bevorzugt jene Neisserien-Arten gefunden werden, die bei Gesunden selten sind: N. catarrhalis, N. cinerea und N. subflava machen 69% der Stämme bei den Kranken, aber nur 14% bei den Gesunden aus. In der Mundhöhle des Gesunden werden überwiegend N. sicca und N. perflava angetroffen. Die letztgenannte Art kommt aber nicht so selten auch bei Kranken vor

In 20,8% der Patienten wurden Neisserien ohne jede anderen Keime isoliert, in der Mehrzahl der Fälle aus Material, das durch Bronchoskopie oder Punktion gewonnen war. An der Herkunft dieser Keime aus den tieferen Abschnitten der Atmungsorgane kann kein Zweifel sein. Auch das Verhalten der Körpertemperatur und der Leukocyten im Sputum vor und nach adäquater Chemotherapie sprechen für die Pathogentität der Neisserien.

Setzt man die Neisserien-Arten zum Krankheitsbild und den Infektionspartnern in Beziehung, so ergeben sich für die verschiedenen analysierten Krankheitsbilder (periphere Tumoren; zentrale Tumoren mit bzw. ohne Pneumonie; chronische Pneumonie; Bronchiektasen; Sinubronchitis; Emphysem; Asthma; Tuberkulose) charakteristische Häufigkeitsverteilungen, die sich gut durch folgende Quotienten beschreiben lassen, welche die Zahl der Fälle angeben:
$$\frac{{N. catarrhalis}}{{N. perflava}}; \frac{{N. catarrhalis}}{{N. cinerea;}}; \frac{{Pneumokokken}}{{N. influenzae}}.$$

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Copyright information

© Springer-Verlag 1967

Authors and Affiliations

  • H. -J. Brandt
    • 1
  • K. Bartmann
    • 1
    • 2
  • A. Blisse
    • 1
  1. 1.Städt. Klinik für Lungenkranke HeckeshornBerlin 39 (Wannsee)
  2. 2.Wuppertal-ElberfeldFarbenfabriken Bayer AG

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