Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 166, Issue 1, pp 1–13 | Cite as

Über den Bacillus gangraenae cutis (Milian) und die durch ihn verursachten Hautveränderungen

  • Paul Balog
  • Saverio Cerqua
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Zusammenfassung

Der vonMilian in Frankreich entdeckte Bacillus gangraenae cutis spielt in Ägypten ätiologisch bei 3 Krankheitsformen, der foudroyanten, der disseminierten und der sekundären Hautgangrän, eine wichtige Rolle. Für die zwei primären Formen muß der Gangränbacillus zweifellos als einziger Erreger betrachtet werden. Die positiven Ergebnisse der Tierimpfungen mit ihrem charakteristischen Bild und die serologischen Reaktionen beweisen dies zur Genüge. Bei der sekundären Form beschränkt sich seine Tätigkeit unserer Meinung nach auf eine tiefere Nekrotisierung des Geschwürgrundes und Verzögerung der Heilungstendenz.

DerMiliansche Bacillus besitzt mit dem Bacillus proteus vulgaris in vielem gleiche morphologische und kulturelle Eigenschaften. Er ist von letzterem jedoch durch seine verschiedene pathogene Wirkungsweise bis zu einem gewissen Grade zu trennen. Der in Ägypten gefundene Keim ist mit dem vonMilian in Frankreich beschriebenen Bacillus gangraenae cutis identisch.

Es ist uns gelungen, im histologischen Bild der disseminierten Hautgangrän die Anfänge des Vorganges festzuhalten. Die Infiltration beginnt in den tieferen Schichten der Cutis (Cutis-Subcutisgrenze) und ergreift von hier aus die oberflächlicheren Partien. Während in der Tiefe schon eine massive Infiltration mit beginnendem Zerfall erscheint, sind die oberen Teile der Cutis bloß von relativ wenigen Wanderzellen durchsetzt; nur die Blutgefäße sind von einer dichteren Infiltrationsscheide umhüllt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1932

Authors and Affiliations

  • Paul Balog
    • 1
  • Saverio Cerqua
    • 1
  1. 1.Aus dem Laboratorium für Pathologie des Italienischen Hospitals „Umberto I.“ in KairoEgypt

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