Ein Fall geschlechtsgebundener balancierter Lethalfaktoren bei Drosophila melanogaster

  • N. W. Timoféeff-Ressovsky
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Zusammenfassung

  1. 1.

    In einer wilden Population wurde einDrosophila melanogaster-Weibchen gefangen, das das Geschlechtsverhältnis 24∶1 zugunsten der Weibchen ergab.

     
  2. 2.

    Die genetische Analyse seinerX-Chromosomen zeigte, daß eines von ihnen den Faktor A′ und den rechts, nicht weit von ihm lokalisierten (1–3 Morganiden)Lethalfaktor l1 enthält. Sein anderesX-Chromosom enthält einen zweitenLethalfaktor l2, der gegen 4 Morganiden links vom Faktor f lokalisiert ist.

     
  3. 3.

    Dies Weibchen war folglich\(\frac{{A'l^1 }}{{ l^2 }}\).

     
  4. 4.

    Die Faktoren l2 und A′ waren in einem Teil der wilden Population verbreitet, aus der das\(\frac{{A'l^1 }}{{ l^2 }}\)-Weibchen entnommen wurde.

     
  5. 5.

    Das Entstehen eines solchen Weibchens ist nur möglich, wenn ein für denLethalfaktor l2 heterozygotes Weibchen durch ein A′-Männchen, in dessen Spermatogenese infolge einer Genovariation derLethalfaktor l1 entstanden ist, befruchtet wird.

     

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Literaturverzeichnis

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • N. W. Timoféeff-Ressovsky
    • 1
  1. 1.Genetischen Abteilung des Kaiser Wilhelm-Instituts für Hirnforschung BerlinDeutschland

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