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Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten

, Volume 96, Issue 1, pp 36–67 | Cite as

Untersuchungen über die Entwicklung der Hortegaschen Mikroglia

  • Kálmán v. Sántha
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei Kaninchen- und Rattenfeten sind vor der Mitte der Schwangerschaft die für die Zeiten um die Geburt charakteristischen Gitterzell Mikroglioblasten-Herde noch nicht zu sehen, gleichzeitig sind aber zerstreut im Nervenparenchym ausgereifte Mikrogliazellen nachweisbar.

     
  2. 2.

    Die Mikroglia erscheint in dieser Zeit diffus, zeigt innige Beziehungen zu den Gefäßen und ihr Auftreten steht im Zusammenhang mit dem allgemeinen Entwicklungsgrad und der Reife des betreffenden Segmentes.

     
  3. 3.

    Längs der Capillaren junger Feten sind eigenartige adventitielle Zellen zu finden und die ersten Mikrogliazellen scheinen durch eine allmähliche Fortsatzbildung und Loslösung dieser Elemente zu entstehen.

     
  4. 4.

    Diese Mikrogliazellen vasculärer Genese lassen in ihrer Entwicklung eine Körnchenzellphase nicht erkennen.

     
  5. 5.

    Die mächtigen Körnchen-Gitterzellherde zur Zeit um die Geburt herum können nach ihrer Topographie im allgemeinen — im SinneHortegas — auf Grund einer Immigration erklärt werden; es können auch unzweifelhafte Zeichen der Immigration beobachtet werden (Eindringen der Tela chorioidea).

     
  6. 6.

    Neben der Immigration kommt jedoch zweifellos auch die lokale Proliferation vor, die durch Mitosen bewiesen wird.

     
  7. 7.

    Bei Feten sind mikrogliaartige Elemente auch außerhalb des Nervensystems nachweisbar.

     
  8. 8.

    Bei menschlichen und Schweinefeten sind in der zweiten Hälfte des intrauterinen Lebens nur ausgereifte Mikrogliazellen zu finden und die für die Nagetiere wie auch für die Katze charakteristischen Mikroglioblastenherde sehen wir hier nicht.

     
  9. 9.

    Für eine ektodermal-ependymale Genese der Mikroglia verfügen wir über keinerlei anatomisch-embryologischen Anhaltspunkte. (DiePruijsschen Stäbchen sind allem Anschein nach Neurogliakerne.)

     
  10. 10.

    Die Mikroglia scheint auch nach gewissen embryologischen Anhaltspunkten (adventitielle Zellen-Monocyten) mit dem reticuloendothelialen Apparate in Zusammenhang zu stehen.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1932

Authors and Affiliations

  • Kálmán v. Sántha
    • 1
  1. 1.Hirnhistologischen Abteilung der Psychiatrisch-neurologischen Universitätsklinik zu BudapestUngarn

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