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Archiv für Gynäkologie

, Volume 46, Issue 1, pp 1–100 | Cite as

Das Sarcom der Chorionzotten

Nebst Bemerkungen über das Wesen der bösartigen Geschwülste im Allgemeinen
  • Sigmund Gottschalk
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Literatur

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  4. 1).
    Es ist mir eine angenehme Pflicht, Herrn Geheimrath Waldeyer für die freundliche Unterstützung, welche er mir mit Rath und That in diesem Falle hat zu Theil werden lassen, auch an dieser Stelle verbindlichst zu danken.Google Scholar
  5. 1).
    Einigen neueren Arbeiten Kossmann's [Zur Histologie der Chorionzotten des Menschen. Aus der Festschrift zum 70. Geburtstage R. Leuckarts (Leipzig 1892, W. Engelmann) und Verhandl. der Berliner geb. Gesellschaft v. 14. Juli 1893 (Zeitschr. f. Geb., 27. Bd.)] gegenüber halte ich die Vacuolenbildung auch heute noch für einen “pathologischen” Entartungsvorgang. Am gesunden Eiimgesunden Uterus der lebenden Frauhabeich sie nicht gesehen. Jedoch reicht schon die geringste Ernährungsstörung hin, den Ausfall einzelner Epithelkerne und damit die Vacuolenbildung zu bewirken. Deshalb ist sie fast regelmässig an Abortiveiern zu beobachten. Am hochgradigsten muss sie da auftreten, wo, wie bei der vorliegenden bösartigen Erkrankung, die Zotten gefässlos und deshalb weit grösseren Ernährungsstörungen ausgesetzt sind.Google Scholar
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    Wie mir scheint sind ganz ähnliche Gebilde jüngst von Dr. Ruffer (Bericht über das Vorkommen von Parasiten in krebsigen Geschwüren. British med. Journal 1893) in einem Falle von sehr rasch wucherndem Brustdrüsenkrebs auch im Zellkerne gesehen und als Parasiten gedeutet worden.Google Scholar
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  10. 1).
    Wie wir aus der Beschreibung des feineren Baues der Zotten sowohl aus Primärgeschwulst, alsaus Metastasen ersehen, besteht das ganze Zottenepithel ausschliesslich aus einem kernführenden homogenen Protoplasmastreifen = Syncytium und zeigt nirgends abgetheiltes Epithel. Ja, in den Metastasen wird die ganze Zotte von diesem kernführenden Syncytium, d. h.einer homogenen protoplasmatischen Grundsubstanz mit eingelagerten charakteristisch veränderten Kernen gebildet und zeigt doch die deutliche Form der Placentarzotte (vgl. Figg. 7,8,9,10). Das ist nun auch entwicklungsgeschichtlich von grosser Bedeutung, insofern durch diesen Befund klar bewiesen wird, dass dieses kernführende Syncytium das eigentliche Chorionepithel darstellt und als ein Gewebe fötalen Ursprunges angesehen werden muss und nicht, wie neuerdings wieder Kossmann [Zur Histologie der Extrauterinschwangerschaft, nebst Bemerkungen über ein sehr junges, mit der uterinen Decidua gelöstes Ei. (Zeitschr. f. Geb. u. Gynäk. 27. Bd., S. 266 u. ff.)] behauptet hat, das umgewandelte Epithel der Uterusschleimhaut sein kann. In dem vorliegenden Falle ist “statt des in Zellen wohl abgetheilten Epithels ein kernführendes Syncytium aufgetreten” und damit der fötale Ursprung des kernführenden Syncytiums auch für das normale Zottenepithel endgültig dargethan. Es ist damit erwiesen, dass die Zottenstructur in einer activen Wachsthumseigenheit dieses Syncytium begründet ist und nicht passiv, wie Kossmann meint, zu Stande kommt: Wo auch immer dies Syncytium wächst, stets wächst es in Gestalt einer Zotte. Dieser Fall bildet somit eine neue, wesentliche Stütze für die Richtigkeit meiner früheren Angaben das menschliche Zottenepithel und die erste Verbindung zwischen Chorion und Decidua betreffend (vergl. meine diesbezüglichen Arbeiten in diesem Archiv Bd. 29, 37, 40 und Zeitschr. f. Geb. u. Gynäk. Bd. 27, S. 286, Discussion zu Kossmann's Vortrag).Google Scholar
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Copyright information

© Verlag von August Hirschwald 1894

Authors and Affiliations

  • Sigmund Gottschalk
    • 1
  1. 1.Berlin

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