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Zeitschrift für Präventivmedizin

, Volume 3, Issue 1, pp 145–157 | Cite as

L'éducation sexuelle de nos enfants

  • G. Richard
Schulmedizin
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Résumé

L'expérience quotidienne du psychanalyste montre que l'immense majorité de nos enfants souffrent de la carence de leurs parents dans le domaine de l'éducation sexuelle (troubles de la santé psychique et affective, diminution de l'efficience).

C'est aux parents à initier (répondre aux questions que se pose l'enfant) et à éduquer (par l'exemple plus que par l'éconcé de préceptes). Et leur attitude involontaire et inconsciente est plus déterminante que leur attitude voulue et consciente. Leur silence est déjà une éducation négative, qui met un tabou sur tout ce qui est sexuel. Le problème du plaisir sexuel et de l'onanisme, ainsi que celui du nu, trouveront une solution vraie dans la mesure où les parents conquerront une liberté intérieure authentique.

L'initiation sexuelle collective à l'école n'est réalisable que dans certaines circonstances rarement réunies: le pédagogue qui s'en chargera doit être libéré au maximum et être profondément convaincu de la nécessité de sa mission; il doit y avoir une relation affective vivante et positive entre lui et les enfants; c'est dire qu'ils doivent se connaître pour avoir collaboré assez longtemps dans une branche ou dans une autre de l'enseignement. Les psychologues et les médecins authentiquement libérés devraient travailler à la préparation des pédagogues scolaires dans ce domaine.

Zusammenfassung

Die Erfahrungen des praktisch tätigen Psychoanalytikers zeigen, daß mangelnde sexuelle Aufklärung oft zu tiefen seelischen Konflikten führen kann. Sexuelle Aufklärung und sexuelle Erziehung lassen sich nicht voneinander trennen. Sobald wir von diesen Problemen zu unseren Kindern sprechen, sind es keine naturwissenschaftlichen Fragen mehr, sondern tiefste Lebensfragen, die über die Liebesprobleme weit hinausgehen und die Entfaltung des ganzen Gefühlsleben betreffen. Wenn wir aber den sexuellen Problemen nicht selber innerlich frei und gelöst gegenüberstehen, können wir unsere Kinder auch nicht zu dieser Freiheit erziehen, die es allein ermöglicht, die Triebe so zu beherrschen, daß sie zu einer Quelle der Kraft für den Aufbau einer glücklichen Ehe und einer gesunden Familie werden. Als Eltern müssen wir uns bewußt bleiben, daß wir mehr erziehen durch unser «Sein», unser Beispiel, als durch das, was wir «sein möchten». Die sexuelle Erziehung unserer Kinder ist daher nur möglich, wenn wir auch immerfort an unserer eigenen Erziehung arbeiten. Die sexuelle Erziehung ist nicht so sehr eine Pflicht der Eltern als ein Privileg, führt sie doch zu einer Vertiefung der Beziehung zwischen Eltern und Kindern. — Zwei Probleme, die Geschlechtslust und die Nacktheit, werden noch in ihrer ganzen Komplexität besprochen, und es wird gezeigt, wie sie im Rahmen der sexuellen Erziehung zu lösen sind, wobei es in erster Linie auf die innere Wahrhaftigkeit der Erzieher ankommt. — Schließlich wird zurFrage der sexuellen Aufklärung durch die Schule Stellung genommen und betont, daß auch hier nur von solchen Persönlichkeiten etwas geleistet werden kann, die innerlich frei sind. Eigene Erfahrung hat dem Referenten bewiesen, daß die kollektive Aufklärung nur dann fruchtbar ist, wenn ein längerer und persönlicher Kontakt zwischen den Jugendlichen und der Lehrkraft oder dem Arzt besteht. — Abschließend betont der Referent daher, es sei Aufgabe der Ärzte und Psychologen, in erster Linie die Eltern dazu zu bringen, sich für ihre Aufgabe vorzubereiten (Vorträge, Aufklärungsschriften, Einzelberatung). Eine systematische Aufklärung durch die Schule betrachtet er daher nur als Not- oder Zwischenlösung. Sie sollte nur durch Persönlichkeiten erfolgen, die auch über andere Kontaktmöglichkeiten mit den Schülern verfügen, und die sich für diese Aufgabe in besonderer Weise vorbereitet haben, damit es zu einer vertieften Beratung der Schüler und wenn nötig auch der Eltern kommen kann.

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Literatur zum thema (stand den Teilnehmern zur Verfügung)

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Copyright information

© Schweiz. Serum- & Impfinstitut 1958

Authors and Affiliations

  • G. Richard
    • 1
  1. 1.Neuchâtel

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