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Das Verhalten der menschlichen Hypophyse nach Kastration

  • R. Rössle
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die Kastration kann beim Menschen zu einem Wachstumsprozeß an der Hypophysis führen.

     
  2. 2.

    Er besteht in einer Vergrößerung und in einer Veränderung der histologischen Zusammensetzung des Vorderlappens.

     
  3. 3.

    Beide Vorgänge sind unabhängig voneinander, besonders kommt die Veränderung der zelligen Zusammensetzung ohne eine Gewichtszunahme der Drüse vor.

     
  4. 4.

    Die histologischen Merkmale der Kastratenhypophyse sind: Reichtum an eosinophilen Zellen, Heterotopie eosinophiler Zellen, Armut oder Mangel an basophilen Epithelien.

     
  5. 5.

    Diese histologischen Merkmale sind aber für die Kastratenhypophyse weder konstant noch vollkommen spezifisch.

     
  6. 6.

    Das Ansprechen der Hypophyse auf die Kastration im Sinne der beschriebenen Veränderungen ist von individuellen Bedingungen, wahrscheinlich von der Art des Stoffwechsels ebenso abhängig, wie das Entstehen der Fettsucht und die Beeinflussung des Geschlechtstriebes durch die Kastration.

     

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Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1914

Authors and Affiliations

  • R. Rössle
    • 1
  1. 1.Pathologischen Institut der Universität JenaJenaDeutschland

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