Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 23, Issue 1, pp 207–252 | Cite as

Zur Kenntniss der Rückenmarkssyphilis

  • Magnus Möller
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Literatur

  1. 1).
    Vergl. Caizergues, Des Myélites syph., Thèse de Montpellier, 1878, pag. 39: Die secundären Symptome waren unter antisyphilitischer Behandlung eben geschwunden und der Mann sah sich als geheilt an, als er plötzlich von Paraplegie befallen wurde, welche doch nach wieder aufgegenommener specifischer Behandlung in völlige Genesung überging. Nr. 2. H. Sophia, 45 Jahr, Badefrau, Witwe. Aufgenommen in St. Göran den 8. Jänner 1889. Keine erbliche Krankheitsanlage aufzufinden. Erfreute sich immer guter Gesundheit und litt nie Mangel. Hat in ihrer Ehe 2 gesunde Kinder geboren. Witwe seit 4 1/2 Jahren; war ungefähr ebenso lange als Badefrau angestellt. Während des ganzen November 1888 war die Patientin von Kopfschmerzen, Ohrensausen, Mattigkeit, vermindertem Appetit, Schmerzen in den Hüften und dem Rücken, Frösteln und Fieber des Nachts be Nr. 3. H., Algot, 29 Jahr. Landwirth. Der Vater war bis zu seinem 50. Jahre gesund. als er nach einem Schlaganfalle an der einen Seite gelähmt wurde; er starb 3 Jahre später. Die Mutter starb 50 Jahre alt an Mammakrebs. Patient hat 8 Geschwister, alle gesund. Patient hatte in seiner Kindheit Scharlach, ist seitdem beständig gesund gewesen, abgerechnet. dass er bis in seinem 15. Jahre an Euuresis nocturna litt: hat unter für die Arbeitsclasse auf dem Lande gewöhnlichen Bedingungen gelebt. Gibt an, dass er sehr mässig gelebt, sowohl hinsichtlich der Geschlechtsverhältnisse, wie des Tabaks und der Spiritnosa. War nicht früher venerisch angesteckt, als bis er im Jänner 1889 in St. Göran aufgenommen wurde wegen syphilitischer Primäraffection, Papeln am Scrotum, Roscola mit hie und da zerstreuten Papulopusteln, nebst Schmerz, Empfindlichkeit und einer kleinen Anschwellung an beiden Innenseiten der Knice, der Sartoriussehne entsprechend. Ord.: Pill. jodat, hydrargyr. à 0·03, 3 täglich, Patient wurde, wider Anrathen, auf eigenes Verlangen nach 17 Tagen, noch nicht symptomenfrei, entlassen; setzte jedoch während Februar und März mit Jodurpillen fort, von welchen er zusammengerechnet 150 Stück nahm. Im Juni 1889 kam er wieder: Papulopusteln am Rumpfe und den Extremitäten, papulöse Angina. Ausserdem litt er seit 2 Wochen, das heisst ebenso lange wie Ausschlag u. s. w. vorhanden war, an Schmerzen im Rücken, den 11. und 12. Dorsalwirbeln entsprechend, undGoogle Scholar
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    Vergleiche hiermit einen Fall von Leloir unter der Rubrik “Dermatoneuroses indicatrices”, Ann. de derm. et de syph. 1889. S. 393: Patient war syphilitisch seit 1 1/2 Jahren, hatte vor 1/2 Jahre rechtsseitigen Herpes zoster mit lebhaften Schmerzen längs des Nerven; seit 8 Tagen Paraplegie; Tod. — Bei der Section fand man einen myelitischen Herd, genau der Ausgangsstelle jenes Intercostalnerven entsprechend, nach dessen Verlauf Herpes zoster 1/2 Jahr früher aufgetreten war.Google Scholar
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    Ich hatte Gelegenheit bei mehreren Fällen von bacteriellen, nicht tuberculösen Cystiden, welche vorher angewandten Behandlungsmethoden getrotzt, Rovsing's Methode anzuwenden, und zwar mit besonders gutem Erfolge. Nr. 5. J. Luis Johann, 45 Jahre, Zimmermann, unverheiratet. Aufgenommen in St. Göran 16. Mai, Tod am 22. Juni 1889. Patient hat niemals von nervösen oder anderen Krankheitsanlagen seiner Verwandten reden hören, und selbst ist er immer gesund und kräftig gewesen, steht sich ziemlich gut und hat unter den gewöhnlichen Verhältnissen der Arbeiterclasse gelebt, ist sehr mässig gewesen sowohl betreffs der Spirituosa und des Tabakes, sowie auch der Geschlechtsver-Google Scholar
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    In dem Masse, als die hyaline Degeneration der Intima ausgeprägter ist, nimmt sie mit Carminsäure ebenso wie mit Eosin eine hellere Farbe an, dagegen mit Pikrocarmin eine dunklere Rosafarbe.Google Scholar
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Copyright information

© Wilhelm Braumüller 1891

Authors and Affiliations

  • Magnus Möller
    • 1
  1. 1.Krankenhause St. Göran in StockholmStockholmSchweden

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