Arbeitsphysiologie

, Volume 11, Issue 1, pp 25–34 | Cite as

Gaswechseluntersuchungen zur Frage der Dauerleistungsfähigkeit Jugendlicher

I. Mitteilung
  • Hans Weber
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    An 19 Jungen im Alter von 10–14 Jahren wurden Gaswechseluntersuchungen bei längerer Arbeit durchgeführt.

     
  2. 2.

    Es zeigte sich, daß die Durchschnittsleistungen dem Leistungsalter direkt proportional sind.

     
  3. 3.

    Die Ventilation ist von Einfluß auf die Leistung: je besser die Atmungsökonomie, um so größer ist die Gesamtleistung.

     
  4. 4.

    Der O2-Verbrauch zeigte einen charakteristischen Verlauf, ausgedrückt in dem Verhältnis von O2-Verbrauch pro mkg. Bei den meisten Jungen steigt dieser Quotient im Verlauf der 5.–10. Arbeitsminute. Das wird damit erklärt, daß die Jungen eine zu Beginn der Arbeit eingegangene O2-Schuld sofort auf Kosten der Leistung abtragen.

     
  5. 5.

    Die CO2-Produktion ging im allgemeinen dem O2-Verbrauch parallel.

     
  6. 6.

    Am Verhalten des RQ war auffallend, daß die Jungen mit der besten Leistung im Gegensatz zu den anderen ihren RQ während der Arbeit nicht ansteigen ließen. Dies kann mit einer erfolgreichen Abwehr des Säureangriffs erklärt werden.

     
  7. 7.

    Die O2-Schuld war bei den Jungen mit großer Leistung sowohl absolut als auch relativ außerordentlich gering, bei denen mit kleiner Gesamtleistung etwas größer.

     
Vier Punkte scheinen also wesentlich zu sein für die Leistung des Jugendlichen:
  1. 1.

    das Leistungsalter,

     
  2. 2.

    die Atmungsökonomie,

     
  3. 3.

    das Verhalten des RQ, d.h. des Säure-Basengleichgewichts des Blutes,

     
  4. 4.

    das Vermeiden der O2-Schulden.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1940

Authors and Affiliations

  • Hans Weber
    • 1
  1. 1.Sportärztlichen Institut der Universität Freiburg i. BreisgauDeutschland

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