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Beiträge zur Pathologie der syphilitischen Myokarditiden

  • F. Takata
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Die syphilitische Myokarditis kommt am häufigsten im linken Ventrikel vor.

     
  2. 2.

    Sind die bei syphilitischer Myokarditis konstatierten nekrotischen Herde groß, so sind in ihnen ursprüngliche Gewebe, nämlich Stücke von Muskelfasern, enthalten.

     
  3. 3.

    An der Peripherie der nekrotischen Herde sind Zellenanhäufungen zu konstatieren, in denen außer Rundzellen Plasmazellen in großen Mengen vorhanden sind.

     
  4. 4.

    Bei syphilitischer Myokarditis können oft Riesenzellen, deren Ursprung wahrscheinlich auf die Muskelfasern zurückzuführen ist, in großen Mengen konstatiert werden.

     
  5. 5.

    Bei gummösen Herden chronischen Verlaufs findet sich in der Peripherie eine mächtige Schicht Bindegewebe.

     
  6. 6.

    Die Gefäßveränderungen, die die gummösen Herde bieten, sind in den Arterien Endarteriitis und Periarteriitis, in den Venen Endophlebitis sowie Infiltration und Verödung der Venenwände. Die Venenveränderungen überwiegen.

     
  7. 7.

    Der Ausgangspunkt der Gummen dürfte in das perivasculäre Bindegewebe zu verlegen sein.

     
  8. 8.

    Als charakteristische Eigentümlichkeiten der syphilitischen fibrösen Myokarditis stellen sich Gefäßveränderungen (Endoarteriitis, Periarteriitis, Endophlebitis, Verödung der Venenwände) und circumscripte Rundzelleninfiltrationen, die zahlreiche Plasmazellen enthalten, dar.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1920

Authors and Affiliations

  • F. Takata
    • 1
    • 2
  1. 1.Pathologischen Institut des Städt. Krankenhauses Moabit zu BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Tokio

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