Archiv für Gynäkologie

, Volume 88, Issue 3, pp 417–444 | Cite as

Ueber eine neue Prolapsoperation

  • Heidenhain
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Literatur

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    Den Ort habe ich nicht wieder gefunden.Google Scholar
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  9. 1).
    Ich halte es für zweckmässig, sich dicht an den Scheideneingang und so weit wie möglich von Anus und Sphincter entfernt zu halten. So wird die Asepsis besser gewahrt, wenn die Kranke gelegentlich presst, und die anatomische Uebersicht ist entschieden besser. Mit einem Finger in den Darm einzugehen, um das Rectum bei der Ablösung der Scheide zu controlliren, ist niemals erforderlich. Die Ablösung gelingt ungefährlich auch ohne dieses.Google Scholar
  10. 1).
    Ich versenke seit vielen Jahren alljährlich hunderte von Kopfnähten aus Aluminiumbroncedraht bei Laparotomien und Radicaloperationen von Hernien. Die Narben werden ungemein fest. Die Drähte beilen stets ein, und es ist sehr selten, dass solche Naht nachträglich Beschwerden macht. Nach Prolapsoperationen habe ich nie Beschwerden von den versenkten Drähten gesehen und nie ist eine solche Naht nachträglich ausgestossen worden.Google Scholar
  11. 1).
    Die Seide — gedrehte Nullseide, bezogen von Dröll-Mannheim —wird auf Rollen gewickelt in gespanntem Dampf sterilisirt, kommt aus dem Sterilisationsapparat in 0,1 proc. Sublimatlösung, wird in dieser aufbewahrt und nach Verlauf von einer Woche in Gebrauch genommen. Seit nahezu elf Jahren verwende ich zu allen Gefässligaturen, zu allen Unterbindungen von “Stielen” im Bauche, sowie zu versenkten Nähten diese Seide. Sie hat nie zu Störungen geführt. Auch nach Operationen von Phlegmonen, Abscessen, Eiterungen aller Art, Peritonitiden, stossen sich die Gefässligaturen nie ab. Sie heilen ein. Ganz offenbar wird diese feinste Seide resorbirt. Bei sehr zahlreichen Relaparotomien habe ich nur selten Spuren der versenkten Seide wieder aufgefunden. Allerdings muss während der Operation die Seide in der Sublimatlösung liegen bleiben. Die Schwester entnimmt sie aus dem Gefäss mit einer Pincette, schneidel den Faden mit einer Scheere ab und reicht ihn mit der Pincette zu. Zu jeder Ligatur oder versenkten Naht muss ein neuer Faden genommen werden. In der Wunde bleibt dann nur das Mittelstück des Fadens und an dieses sind die Finger nicht gekommen; es ist sicher steril.Google Scholar
  12. 1).
    Wenn die Bettruhe gut vertragen wird, lasse ich die Kranken gegen 3 Wochen im Bette.Google Scholar
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    Widerstandsgymnastik.Google Scholar
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    Prolapsus nulliparae. Leider gerade diese!Google Scholar
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    Ausnahme ein Fall von Schauta-Operation. Vergl. S. 437.Google Scholar
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    Vergl. die ausführliche Darstellung der Levatorwirkung durch Halban und Tandler.Google Scholar
  17. 1).
    Die Anschauung von Halban und Tandler, dass sich die partiell gesenkte Blase bei Füllung über den Levatorspalt zurückzöge, weil sie Kugelgestalt anzunehmen bestrebt ist, kann ich nicht theilen. Dies mag beim Versuch an der Leiche zutreffen. Bei der Lebenden im Stehen und Gehen liegen die Verhältnisse gewisslich anders. Vor Allem wirkt der allgemeine Inhaltsdruck der Bauchhöhle dem Aufsteigen der Blase entgegen. Sodann ist die Blase an der Lebenden den grössten Theil des Tages eben nicht ganz voll, sondern halb- oder viertelsvoll. An der mässig gefüllten Blase aber befindet sich die Flüssigkeit der Schwere folgend am tiefsten Punkte. So tritt bei jeglicher Wirkung der Bauchpresse die Wirkung eines Kolpeurynters auf den Scheideneingang ein.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von August Hirschwald 1909

Authors and Affiliations

  • Heidenhain
    • 1
  1. 1.städtischen Krankenhause zu Worms a. Rh.Worms a. Rh.Deutschland

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